Zauberhaftes Russland mit TOUR VITAL

Unsere Begleitärztin Fr. Dr. Dagmar Berg erkundete in 11 Tagen mit TOUR VITAL die schönsten Großstädte Russlands. Sie hält die einmaligen Bilder mit ihrer Kamera fest und berichtet von den zahlreichen Eindrücken in einem Reiseblog.

Nach einem kurzen Flug von etwa 3 Stunden sind wir in St. Petersburg angekommen und haben unsere Kajüte an Bord bezogen. Eine Kreuzfahrt hat immer einen besonderen Reiz. Es ist ruhig, gemächlich und das Kofferpacken entfällt – Erholung pur. Für Unterhaltung an Bord wird auch gesorgt und man lernt andere Menschen kennen. Nur ein Problem gibt es: man muss aufpassen, bei dem ganzen leckeren russischen Essen nicht an Gewicht zuzulegen! Dazu aber später mehr. Ich kann jedem nur empfehlen, eine Kabine mit Fenster am Oberdeck zu buchen, denn die Aussicht während der Fahrt ist ein Erlebnis für sich. Die vorbeigleitenden Wälder, die spektakulären Sonnenauf- und Untergänge und natürlich die weißen Nächte – da wir so weit nördlich sind, bleibt es lange hell – alles ist sehr beeindruckend und schön.

St. Petersburg – Venedig des Nordens

Bei der Kanalfahrt auf der Newa lernt man schon am ersten Abend „Venedig des Norden“ beleuchtet kennen. Einen unvergesslichen Eindruck hat man von den beleuchteten goldenen Kuppeln. Ganz anders erlebt man am nächsten Tag die Stadt bei der Stadtrundfahrt. Egal, welchen Palast man auch anschaut, man kann sich nur über den Reichtum der damaligen Zaren wundern und die Gebäude bestaunen!
Besonders gespannt war ich auf das berühmte Bernsteinzimmer und ich wurde nicht enttäuscht. Ursprünglich nur 40 qm groß wurde es beim Wiederaufbau auf 100 qm durch den Einbau von Spiegeln vergrößert. Es ist einfach beeindruckend! Den Abschluss bildete dann der Besuch der Anlage des Peterhofes. Nur schade, dass an diesem Tag das Wasser nicht nur von den Fontänen, sondern auch vom Himmel herunterkam.

   

Holzkunst auf Kischi

Während der Reise ging es auf zahlreiche Ausflüge. Meistens waren das interessante und abgelege Attraktionen, zu denen man nur im Rahmen einer Kreuzfahrt gelangen kann. So auch die Insel Kischi, die mit einer Länge von 10 km und Breite von 1 km ein richtiges Freilichtmuseum darstellt. Uralte Kirchen wurden hier nur aus Holz aufgebaut. Das einzige Werkzeug, das die Zimmerleute benutzt haben, war die Axt. Nur die Schindeln werden mit einem Nagel befestigt, alles andere mit Holzkeilen. Im Laufe der Jahrhunderte verfärbt sich das Holz silbern und das ergibt eine besondere Erscheinung. Außerdem sieht man, wie die Menschen früher gelebt und gearbeitet haben. Aber auch heute noch wird die Handwerkskunst in Russland sehr groß geschrieben

  

Kulinarische Gastfreundlichkeit

Man kann es nur schwer schildern, wie beruhigend und erholsam es ist, die Fluss- und Seelandschaft vor seinen Augen vorbeiziehen zu sehen. Das Grün der endlosen Wälder, das tiefe Blau des Wassers, der hellblaue Himmel, der sich rot verfärbt bei der Abendsonne oder nachts weiß wird – es ist Balsam für die Seele!
Wenn man das Ganze dann noch abends bei einem lukullischen Essen genießen darf, bleiben keine Wünsche offen. Wir waren ganz begeistert vom Essen! Es ist aber auch einmalig, was uns vom Frühstück an über das Mittagessen, bis zum Abendessen geboten wurde! Nie gab es das Gleiche – es ist immer wunderschön angerichtet und geschmacklich wunderbar.

  

Traumhaftes Moskau

Moskau bei Nacht war für mich das absolute Highlight der Reise. Diese Lichterpracht kann man sich nicht vorstellen und auch nicht mit Worten beschreiben. Ich habe fast alle Weltstädte gesehen, aber keine übertrifft Moskau. Die gesamten Konturen des Kaufhauses GUM, der Kremlmauer – alles ist mit Lichterketten versehen. Von Drähten hängen Tausende von bunten, glitzernden Lichterketten herab und schmücken ganze Straßen. Zu all dem leuchten dann noch die zahlreichen Kuppeltürme der Kirchen golden auf. Der Eindruck ist unbeschreiblich und man muss es einfach sehen. Ein unvergessliches Erlebnis für unsere Sinne.

Unterhaltung auf dem Wasser

Ein besonderes Erlebnis während unserer Kreuzfahrt waren die zahlreichen Schleusen, die das Schiff immer wieder hochheben. Zunächst schaut man sich das Schauspiel vom Deck aus an. Dieses Riesenschiff wird Zentimeter genau in die Schleuse eingefahren, wobei die Wände so nahe sind, dass man sie von Bord aus mit der Hand berühren kann. Das Tor schließt sich und langsam strömt Wasser ein, bis man an dem oberen Wasserstand angekommen ist. Das riesige Tor öffnet sich und man fährt hinaus. Bei den späteren Schleusen bleibt man in der Koje und wundert sich schon, warum es plötzlich dunkel wird, als neben dem Fenster eine nasse Wand auftaucht. Langweilig war es einem an Bord nie. Immer wurde etwas geboten! Wie zum Beispiel ein Samowartag inklusive eines Seminars und der Einweihung in die Geheimnisse des Tees. Begleitet von den traditionellen Musik und Tracht.

Dann fanden alle Gäste es schön, dass man nicht nur die Hauptstädte St. Petersburg und Moskau kennenlernt, sondern vom Bord des Schiffes aus sehr viel von der Flusslandschaft sieht. Die Wälder, die Bauwerke am Ufer, kleine private Häuschen – es ist einfach abwechslungsreich und schön. Langweilig war es unseren Gästen aber sowieso nicht, da immer ein abwechslungsreiches Bordprogramm geboten wurde. Es wurde viel gesunden, Russisch gelernt, viel über die Geschichte der Zaren und über die Entstehungen der Kirchen erzählt und die Handwerkskunst gezeigt. Für jeden Geschmack war etwas dabei. Selbst eine Wodkaverkostung konnte man machen und lernte dabei, dass der rote (!) Wodka der Beste ist. Am Ende waren alle voll des Lobes und so soll es bei einer Reise auch sein!

Am letzten Abend wurde vom Schiff der Besuch einer unvergesslichen Show namens „Kostorama“ angeboten. Es ist wirklich die schönste Show, die ich auf all meinen Reisen um die ganze Welt gesehen habe! Von den Kostümen, der Musik, dem Tanz, der Akrobatik her es ist alles unbeschreiblich schön. Dargestellt wird in vielen Tänzen und Bildern die Geschichte Russlands. Dabei scheinen die Tänzer teils über die Bühne zu schweben. Einfach ein Fest für die Sinne.
Man sollte sich das nicht entgehen lassen.

  

 

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