Vietnam und Kambodscha mit TOUR VITAL

Kristina R. hat im Januar 2013 an unserer Vietnam & Kambodscha Rundreise teilgenommen. Da sie ein ausführliches Tagebuch über ihre Reise geführt hat und es ihr so gut gefallen hat, teilt sie nun ihre Erfahrungen mit uns. Übrigens: Diesen Klassiker haben wir auch heute noch für euch im Angebot! 

Anreise und Hanoi

Ich hatte Glück, der Flieger von Frankfurt nach Hanoi war nicht ganz voll, und ich hatte einen super Platz am Gang mit Beinfreiheit. Der Service war spitze, es gab Mittagessen und Frühstück, alle Getränke waren frei und der französische Weißwein war ganz lecker. Ich las und schlief ein bisschen, leider nicht genug. Um 6:30 Ortszeit (zu Hause war es 0:30) landeten wir in Hanoi. Der Reiseleiter erwartete uns bereits. Draußen war es nicht wirklich warm, 15° C. Zuerst fuhren wir zum Mausoleum von Ho Chi Minh. Wir sahen die Wachablösung und eine Pagode und fuhren dann weiter zur 50-minütigen Rikschafahrt. Die Altstadtgassen erinnerten mich an Xian in China mit ihren Garküchen und Geschäften. Nach dem Mittagessen ging es dann ins Hotel. Das Zimmer war super – schade, dass wir nur eine Nacht bleiben würden. Am Nachmittag fuhren wir zum Literaturtempel. Der Begriff Literaturtempel bezeichnet jedoch weder einen Tempel, noch diente die Anlage je religiösen Zwecken. Er wurde 1070 erbaut und war die erste Akademie des Landes. Um 17 Uhr verfolgten wir eine Aufführung im Wasserpuppentheater. Ich war beeindruckt, was man mit den Puppen so alles machen konnte! Schade nur, dass mir im Sitzen die Müdigkeit so richtig bewusst wurde und ich nicht mehr ganz konzentriert war. Dann fuhren wir zurück zum Hotel und ich beschloss, heute nichts mehr zu unternehmen.

Hanoi – Halong-Bucht

Das Frühstück im Hotel war sehr gut, mit frisch gemachtem Omelett und verschiedenen exotischen Früchten. Danach ging es los, und wir machten einen kurzen Stopp an einem riesigen Geschäft mit Werkstätten, in denen behinderte Menschen arbeiten. Es gab verschiedenste Sachen: Bilder, Vasen, Kleidung, Skulpturen,… Die Verkäufer waren angenehm unaufdringlich und ließen uns gucken und fotografieren. Mittags erreichten wir die Halong-Bucht. Es war etwas wärmer, aber bewölkt und diesig. Auf unserem Boot gab es zuerst einmal Mittagessen, ein Fisch-Menü: die Shrimps waren das Beste. Wir fuhren lange durch die Bucht, standen an Deck, und ich fotografierte wieder viel zu viel … Es war aber auch schön!

Halong Bucht – Hanoi – Hue

Heute hieß es früh aufstehen und ab Richtung Flughafen Hanoi. Um 11:30 Uhr startete schon der Flieger, ein ganz neuer A-321! Ich hatte einen super Platz am Fenster beim Notausgang, also perfekte Sicht und Beinfreiheit, aber der Flug dauerte leider nur eine Stunde. Unsere erste Station in Hue war das Tu-Doc-Grab. Das ist eine weitläufige Anlage aus dem 19. Jh., die mich sehr an die Ming-Gräber in China erinnerte. Wir sahen uns alles an und fuhren dann weiter zur Thien-Mu-Pagode aus dem 17. Jh., eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten und die höchste Pagode Vietnams. Danach ging es mit einem Boot auf dem Parfümfluss entlang quasi zurück zum Hotel, wo wir gleich unsere Zimmer beziehen konnten. Das Zimmer war wieder super, so wie bislang in allen Unterkünften. Es gab immer einen Wasserkocher sowie Tee und Kaffee, außerdem Zahnbürste und Zahncreme im Bad  einfach klasse! Was mir außerdem sofort positiv aufgefallen war: Es war in den Städten und auch bei Fahrten über Land immer sauber, keine Müllberge oder dergleichen waren zu sehen, und auch die Luft war stets angenehm sauber.

Hue – Hoi An

Recht früh ging es los zur Zitadelle von Hue aus dem 17. Jh., die am linken Ufer des Song-Huong-Flusses (des Parfümflusses) liegt. Sie ist umgeben von einer über zehn Kilometer langen Mauer auf einem sechs Meter hohen Erdwall. Die Zitadelle war einst ein Staat in der Stadt, mit Tempeln, Beamtenwohnungen, Ziergärten, breiten und schattigen Straßen. Alles war streng nach den Regeln der Geomantik und im Einklang mit den Erfordernissen der Astrologie angelegt, sodass der harmonische Gleichklang mit der Natur gefunden werden konnte.

Es erinnerte mich alles sehr an die verbotene Stadt in Peking, welche aber deutlich größer ist. Hier war alles vergleichsweise überschaubar. Aber irgendwie gefiel es mir besser; die Gebäude waren farbenfroher und die Anlage an sich wirkte nicht so streng. Zudem waren viel mehr Bäume und Rasenflächen vorhanden, was dem Ganzen einen verwunschenen Charakter verlieh. Das war wirklich ein Highlight! Wir verbrachten hier fast drei Stunden. 20° C ohne Regen  perfekt!

Nach dem Mittagessen fuhren wir (dann doch wieder im Regen) los und erreichten den knapp 500 Meter hohen Wolkenpass. Dieser gilt als Wetterscheide, und tatsächlich hörte es kurz nach dem Pass auf zu regnen. Wir erreichten unser Hotel in Hoi An. Ich ging spazieren, und es gab unglaublich viele Souvenirgeschäfte, dazwischen aber auch Garküchen. Mir gefiel es ganz gut, es war eine nette Atmosphäre. Ich ließ mir die Haare schneiden und eine Pediküre machen für zusammen 8 US$ und war mit beidem sehr zufrieden. Als ich zum Hotel zurückkam, setzte ich mich zu ein paar Mitreisenden und testete das Tiger- und La-Rue-Bier, und wir hatten alle mächtig Spaß.

Am nächsten Morgen frühstückte ich auf der Dachterrasse, und dann ging es Richtung Stadtzentrum. Wir gingen über den Markt und sahen in einige der zahlreichen Tempel hinein. Wir schlenderten bis zum Mittagessen in der Altstadt herum. Später trennte ich mich von der Gruppe, um zum Hotel zurückzugehen, denn ich wollte noch ein bisschen relaxen, indem ich am Pool las.

Hoi An – Danang – Saigon

Nach einem erneuten Frühstück auf der Dachterrasse ging es los zum Flughafen. Mittags landeten wir bei 31° C in Saigon (oder politisch korrekt: Ho-Chi-Minh-City) und fuhren dann 90 Minuten zu den Tunneln aus dem Krieg. Das war schon krass. Diese Tunnel waren absolut eng, man konnte nur gebückt, also in Hockstellung durch. Selbst für die viel kleineren Vietnamesen wäre das Aufrecht-Gehen unmöglich gewesen. Es gab auch ein Modell von dem gesamten System. Wir machten noch eine Teepause, bei der es auch Maniok gab. Ich wusste, dass mir das nicht schmeckt, aber sie reichten Sesam dazu, ich probierte es, und das war dann ganz okay. Dann fuhren wir zurück zum Hotel, und es war ein Wahnsinns-Verkehr, aber interessant anzuschauen, was man hier so alles, und vor allem auch wie, auf den Mopeds transportierte. Das Hotelzimmer war wieder super.

Saigon – Mekong Delta – Saigon

Morgens unternahmen wir eine Stadtbesichtigung per Bus. Wir sahen die Kathedrale, das Postamt vom Ende des 19. Jhd. und die Oper. Dann ging es los zum Mekong-Delta. Wir fuhren erst ein Stück mit einem Motorboot und sahen Pfahlhäuser. Dann ging es zu einer Anlegestelle. Was nun folgte, war leider ein wenig zu touristisch ausgelegt. Besichtigung einer Zuckerwaren-Herstellung, zig Souvenirbuden und eine „Gesangsvorführung“, wobei wir Tee und frisches Obst bekamen. Das war immerhin ganz nett. Guave gedippt in Chili-Salz hätte ich wohl so nie probiert, war aber echt lecker. Dann ging es mit kleinen Booten ein Stück in einem Seitenarm entlang unter Wasserpalmen her. Wir stiegen wieder in das große Boot und bekamen jeder eine Kokosnuss mit Strohhalm zum Austrinken. Ich wäre gerne noch länger im Mekong-Delta geblieben. Später fuhren wir zum Ben Thanh Markt. In der Mitte des Marktes gab es Garküchen und Saftstände und wir kauften einen frischen Orangen-Passionsfrucht-Saft für umgerechnet 1 Euro. Dann gingen wir gemütlich zurück zum Hotel und machten noch einen Abstecher in einen schönen Park. Abends gingen wir nochmal los, Saigon am Abend erleben. Wir setzten uns in eine Saft-Bar an der Straße, und ich bestellte einen Kumquat-Saft ohne zu wissen, was das ist. Wie ich dann später nachlas, ist Kumquat eine Zwergorange. Wir beobachteten das Treiben auf der Straße. Es kam dann noch eine mobile Garküche angefahren, gezogen von einem Moped und der Mann bereitete Tintenfisch zu.

Saigon – Phan Thiet – Mui Ne

Mit einer Pause erreichten wir kurz nach Mittag einen netten Touristenort, wo wir zu Mittag aßen. Dann ging es weiter in unser Resort. Hier waren nur ein paar Kneipen an der Straße und sonst nichts. Die Anlage war aber sehr schön, das Zimmer auch, aber es war sehr windig. Am Strand wehte es einen fast weg, aber das Meer war warm. Es waren zig Kite-Surfer zugange. Dafür war das hier natürlich perfekt mit dem Wind. Beim Begrüßungstreffen stellte sich heraus, dass es einen kostenlosen Shuttle-Bus gab, mit dem man zu den roten Sanddünen fahren konnte. Na, das würde ich doch gleich morgen machen. Mit ein paar Leuten aus der Gruppe schlenderte ich die Straße entlang, um dann ein Bier zu trinken und Wasserspinat zu essen.

Mui Ne – Badetag

Ich fuhr mit dem Hotel-Bus für umsonst zum Fairy Stream, einem Canyon, der von einem Fluss geformt wurde. Er ist in Rottönen, und man kann barfuß in dem Fluss lang waten und auch hochgehen, was schon etwas anstrengend war, aber wir wollten ja den Panorama-Blick auch haben. Eine Stunde hatten wir Zeit dafür, was auch ausreichte. Das war wirklich ein lohnenswerter Ausflug gewesen. Danach legten wir uns an den Strand. Es war ziemlich windig, aber dabei nicht kühl. Zwischendurch ging ich mal durch die schöne Anlage. Nachmittags wurde mir der Wind zu stark und ich ging in dem großen, schönen Pool schwimmen. Danach war noch der Whirlpool dran. Um 17 Uhr gab es eine Einladung vom Hotel zu Wein und Käse. Später gingen wir an der Straße lang zum nächsten Ort. Das war nicht weit, vielleicht 2 km. Essen gingen wir dann gerade rüber vom Hotel. Und für Jakobsmuscheln, Bier und einen Aloe-Orangen-Saft war ich keine 4,50 Dollar los. Unglaublich. Und lecker war es auch noch!

Mui Ne – Badetag

Gestern Abend war mir schon schlecht gewesen, und nun fühlte ich mich immer noch unwohl. Ich tippte auf die Jakobsmuscheln. Eine Mitreisende hatte die auch gegessen und gestern Abend schon gesagt, ihr sei nicht gut. Ich ging trotzdem zum Frühstück und schaffte es, halbwegs normal viel zu essen, und dann ging es mir auch besser. Bevor die Sonne ihre volle Kraft erreichte, machten wir einen 90-minütigen Strandspaziergang. Dann ging ich noch mal ins Meer. Es waren immer noch ziemlich starke Wellen, aber nicht so schlimm wie gestern. Den Rest des Tages verbrachte ich im Schatten auf einer Liege am Meer. Zum Abendessen gingen wir wieder in unsere Stammkneipe direkt gegenüber vom Hotel. Schade, dass es morgen schon weiterging. Klar freute ich mich auf Angkor Wat, das Highlight der Reise. Aber noch ein paar Tage hier relaxen, wäre auch nicht schlecht gewesen.

Mui Ne – Saigon – Siem Reap

Erst um 17:30 Uhr landeten wir in Siem Reap. Und hier war gleich von der Agentur organisiert worden, dass wir ein Sammelvisum bekamen und nicht alle anstehen mussten. So waren wir ratzfatz am Hotel. Das Zimmer war prima. Ich hatte im Bad sogar eine Badewanne mit Dusche und noch eine extra Duschkabine. Die blanke Dekadenz! Abends ging ich zum Nachtmarkt. Das war vielleicht 10 min Fußweg. Danach gingen wir essen. Es war eine Treppe hoch in dem Markt, man hörte nichts von der großen Strasse, die doch nicht weit weg und stark befahren war. Erstaunlicherweise war die Luft auch nicht versmogt. Wir saßen also richtig gut. Und das Essen war reichlich und lecker.

Angkor Wat

Nach dem Frühstück ging es um 8 Uhr los. Zuerst mussten wir alle ein Foto machen lassen, das kam dann auf das Tages-Eintrittsticket, das man in der weitläufigen Anlage immer wieder vorzeigen musste. Wir besichtigten dann zuerst die Stadt Angkor Thom mit dem Bayon-Tempel, dem Lepra-Tempel, der Elefantenterrasse und Ta Prohm. Nach dem Mittagessen kamen wir dann zum Highlight, dem Tempel von Angkor Wat. Was soll ich sagen, war schon klasse! Der Reiseleiter war übrigens super und super gut drauf. Er hatte von 1988-93 in Rostock studiert, konnte also prima deutsch und machte ständig Scherze. Natürlich waren auch seine Erklärungen fundiert. Das war schon ein Glücksgriff! Zurück im Hotel gab es nach dem Abendessen am Pool eine Tanz-Show. Es wurden Tempeltänze gezeigt und eine Geschichte aus der Mythologie dargestellt. Danach besuchte ich einen Fisch-Spa und es war wieder ein Riesenspaß! Dann gingen wir noch über den Night-Market. Es tobte das Leben. Man hätte hier richtig Party machen können.

Siem Reap – Tonle Sap – Siem Reap – Hanoi-Heimflug

Früh ging es los zum Tonle Sap, dem größten See Südostasiens und eines der fischreichsten Gewässer der Erde. Es war Trockenzeit, und so hatte der See „nur“ eine Oberfläche von 2.600 – 3.000 km². In der Regenzeit wächst er auf circa 10.400 km² an und ist bis zu fünfmal so tief. Der Höhepunkt der Überflutungen wird im September erreicht. Zu diesem Zeitpunkt ist knapp ein Drittel der landwirtschaftlichen Kulturfläche Kambodschas von Wasser bedeckt. Schon die Fahrt dorthin war spannend. Man sah die Menschen bei ihrer Arbeit auf den Feldern und das Leben in den Dörfern. Dann fuhren wir mit einem Boot. Das machte richtig Laune und war viel besser als die Mekong-Aktion. Wir sahen die Menschen in ihren Pfahlhäuser und auf ihren Booten. Wir beobachteten Fischer bei der Arbeit und machten Stopp bei einer Familie. Wir konnten alles angucken, auch ihre Mini-Krokodil-Farm. Natürlich gab es auch Souvenirs. Aber niemand versuchte, uns irgendwie zum Kauf zu animieren. Wie angenehm! Nach dem Mittagessen entspannte ich am Pool im Schatten bis es losging zur „Stadtrundfahrt“. Naja, so groß ist Siem Reap nun nicht, und eigentlich hatte ich das alles zu Fuß schon gesehen. Am Schluss besuchten wir noch ein Frauenprojekt. Frauen ohne Bildung und schlechten Chancen wird hier Arbeit gegeben. Sie stellen Naturprodukte her. Nach der Stadtrundfahrt ging es schon los zum Flughafen.

Fazit

Vietnam war interessant und schön. Kambodscha hat mir aber besser gefallen, und ich hätte gerne noch mehr Zeit in Angkor verbracht. Da muss ich noch einmal hin. Die Menschen waren aber überall sehr freundlich. Probleme gab es nie. Unsere Reisegruppe war mehr als in Ordnung. Es kam richtig Abschiedsschmerz auf bei mir. Auf jeden Fall habe ich schon lange nicht mehr so viel und so oft gelacht wie während dieser Reise. Zudem war die Reise weniger anstrengend als erwartet.

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