Xin chào! Ein Reisebericht aus Vietnam und Kambodscha – Teil 2

Im zweiten Teil seines Reiseberichts beschreibt Franz das eindrucksvolle Kambodscha mit seinen vielen verschiedenen Facetten. Zum ersten Teil geht es hier.

Night View in Siemreap,Cambodia.

Sonntag nach dem Frühstück: Adieu Pandanus, es waren erholsame Tage in diesem empfehlenswerten Resort. Am Flughafen verabschiedeten wir uns mit einigen Worten bei Bao, der uns 12 Tage freundlich, kompetent und individuell durch das Land geführt, die Sehenswürdigkeiten, Kultur und Leben der Vietnamesen nahe gebracht hat. Nach der Ankunft in Siem Reap wurden wir mithilfe eines kleinen Trinkgeldes schneller durchs Gate gelotst. Auf uns wartete der neue Guide Savy. Mit Savy fuhren wir zu unserem Hotel Somadiva. Unser etwa 50-jähriger Guide war Agrarökonom, ausgebildet in Rostock von 1986 bis 1994, sprach ein ausgezeichnetes Deutsch und brachte uns mit dem Bus zum Abendessen in ein ca. 10 Minuten entferntes Restaurant. Hier verabschiedete er sich für den Moment von uns, da seine Frau ihn abholte.

Das Highlight: Angkor Thom und Angkor Wat

Angkor Wat Temple before sunset, Siem Reap, Cambodia.

Morgens starteten wir mit 6 Tuc Tuc’s zum Angkor Ticket-Center, wo wir eine Eintrittskarte für eine der größten Tempelanlagen der Welt bekamen. Nach dem Schlangestehen ging es dann wieder in die wartenden Tuc Tuc’s, in denen wir jeweils zu zweit saßen, nach Angkor Thom. Über eine ca. 100 m lange steinerne Brücke fuhren wir auf das große Gelände, umgeben von Wassergräben und betraten die Anlage durch ein 20 m hohes Tor. Einige Touristen ritten sogar auf Elefanten ein. In einiger Entfernung (dies war der Tag „des Laufens“) betraten wir die ersten Relikte aus alter Zeit. Beeindruckende Gebäude lassen erahnen, welche Baukunst und hohe Kultur seinerzeit vorherrschte. Bis 13 Uhr erkundeten wir das Gelände, das im Laufe der Jahrhunderte fast komplett überwuchert wurde. Gewaltige dicke Würgefeigen scheinen die alten Mauern zu umschlingen und zu erdrücken. Wir beendeten den Besuch nach der sog. Elefantenterrasse. Unser Guide brachte uns dann zum Mittagessen in ein nahe gelegenes Restaurant. Anschließend brachte uns der Bus zum bekannteren der beiden Tempel, Angkor Wat. Wir waren überwältigt von der hier noch besser erhaltenen Bausubstanz. Wir bemühten uns, vorwiegend in – soweit vorhanden – schattigen Bereichen zu wandeln, denn die langen zurückzulegenden Wege machten uns bei 35° im Schatten doch etwas zu schaffen. Im Zentrum des Tempels konnte man über eine 70° steile Treppe auf die oberste Plattform klettern, von wo man einen tollen Rundumblick haben sollte. Um 16:30 Uhr trafen wir uns vor dem See am Haupteingang wieder. Nach der Rückkehr ins Somadevi Hotel war Ausruhen und Frischmachen angesagt, denn bereits um 19:00 Uhr begann im Innenhof des Hotels die Abendveranstaltung: Exquisites Buffet á la Kambodscha bei musikalischer Begleitung von kambodschanischen Künstlern und auf der Bühne Tanz- und Theatervorstellung. Es folgte unsere letzte Nacht dieser Reise in Indochina.

Tonle Sap See

shutterstock_18947290_tonle-sap-seeIn der Früh fuhren wir zum Tonle Sap See. Er stellt die Hauptverkehrsverbindung in die Hauptstadt Phnom Penh im Süden dar und mündet dort über den Tonle Sap River in den Mekong. Jedes Jahr im Juni ist ein weltweit einzigartiges Naturphänomen sichtbar: Wenn der Tonle Sap River durch das Schmelzwasser aus dem Himalaya und die Monsunregenfälle viermal so viel Wasser führt, kehrt sich die Fließrichtung des Wassers um und fließt in den Tonle Sap See, dessen Wasserspiegel von 2-3 m auf ca. 14 m ansteigt. Auf der Rückfahrt nach Siem Reap hörten wir noch viele Informationen über das Land, das sehr arm ist. Am Ufer des Sees kam es als einziges Mal bei der ganzen Rundreise vor, dass uns bettelnde Kinder umringten. Zurück ins Hotel, reisefertig umziehen, Koffer packen und ein letztes asiatisches Mittagessen, dann ging’s in den Bus zur Fahrt zum Flughafen. Als Bonbon hatte TOUR VITAL für uns allerdings noch einen Besuch in einem Massagehaus organisiert, bei der wir alle eine der berühmten Fußmassagen genießen konnten. Diese Massage dauerte eine ganze Stunde und ersetzt quasi die Thrombosespritze für den langen Rückflug, der von Siem Reap bis Frankfurt inklusive Zwischenaufenthalt in Saigon 18 Stunden dauerte.

Xin chào, Xin chào Vietnam und Kambodscha!

Es war eine wundervolle Reise, die Spaß gemacht hat, die anstrengend war, die erholsam war, die viele neue Erfahrungen gebracht hat, die mir ein neues Verständnis für Indochina vermittelt hat, die mir freundliche Kontakte zu allen Reisemitgliedern brachte und…. die ich sofort wieder buchen würde, wenn ich jetzt nicht schon dort gewesen wäre.

Mein besonderer Dank gilt meinem Freund Heinz, der mich „mitgeschnackt“ hat, den beiden Reiseleitern Bao und Savy, die uns kompetent, geduldig und individuell geführt und sehr offen Wissenswertes über Land, Leute, Kultur und Politik vermittelt haben, unserem Doc Thomas, der als Arzt und Reiseroutinier die Gruppe so einfühlsam betreute, dass sie es selbst nicht bemerkte und natürlich dem Reiseveranstalter TOUR VITAL für die ausgewogene Zusammenstellung der Reise.

Wir danken dir, lieber Franz,  für diesen sehr detaillierten und liebevoll geschriebenen Reisebericht!

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