Reisebericht Costa Rica: Paradies für Naturfreunde

Costa Rica ist eins der artenreichsten Länder der Welt und ein Paradies für jeden Naturfreund. TOUR VITAL Reisende Imke lernte auf ihrer Rundreise durch Costa Rica  die atemberaubenden Vulkane, den Regenwald und die tropischen Tiere dieses Landes kennen. Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen ihres Reiseberichts!

Ankunft und erste Eindrücke

Unser Flug geht recht früh von Frankfurt nach Madrid und mit kurzer Umsteigezeit weiter nach San José. Wir landen nachmittags (Ortszeit) und fallen früh ins Bett.

Am nächsten Tag fahren wir ins grüne Umland San Josés, halten an einer Kaffeeplantage, besichtigen die Metallkirche in Grecia und erfahren die Details über die Herstellung von Ochsenkarren in Sarchí. Nachmittags schlendern wir durch die Hauptstadt und suchen uns ein Lokal fürs Abendessen. Eigentlich sind wir aber froh, San José schnell verlassen zu können, denn die Stadt ist ziemlich chaotisch, laut und dreckig.

Natur pur im Tal von Orosi

Es geht weiter in Richtung Orosi Tal mit kleinem Umweg hoch zum Vulkan Irazú. Auf 3.400 Höhenmetern warten wir eine ganze Weile, bis sich Wolken und Nebel gelichtet haben und der Blick auf den Kratersee frei ist. Wir fahren weiter nach Cartago und schauen uns die Basilika an. Nach der Mittagspause besichtigen wir den Botanischen Garten und sehen beispielsweise Cashewbäume, riesige Bambusbäume, pinke Bananen, die Nationalblume, Orchideen, zahlreiche Spinnen, Mimosen und Pfefferpflanzen. Es wird noch an einem Aussichtspunkt mit Blick über das Tal gehalten, bevor es – vorbei an Staudämmen – zu den Ruinen von Ujarrás geht. Später wartet im Hotel Rancho Rio Perlas ein Thermalpool auf uns, sodass wir uns vor dem Abendessen noch ein wenig aufwärmen können.

Im Tal von Orosi besichtigen wir am folgenden Tag ein Franziskanerkloster und fahren dann weiter zum Tapanti Nationalpark mit Aussichtspunkt auf den Primärwald und einen Wasserfall. Eine kurze Wanderung am Fluss entlang wird von Regen unterbrochen. Wir freuen uns auf einen entspannten Nachmittag, den wir natürlich im Thermalpool verbringen.

Tortuguero – Eine Vielfalt an Tieren

Der Tortuguero Nationalpark wartet auf uns! Dafür müssen wir besonders früh aufstehen und frühstücken unterwegs. Eine lange Schotterpiste führt uns zum Bootsanleger, von wo aus es noch eine Stunde mit dem Boot bis zu unserer Lodge ist. Nach dem Mittagessen fahren wir noch einmal mit dem Boot los in das kleine Städtchen Tortuguero, bummeln ein wenig durch die Lädchen und trinken Cuba Libre bei spanischer Musik mit Ausblick auf die Laguna Penitencia. Wir laufen zu Fuß zurück am Karibikstrand entlang und hoffen, ein paar schlüpfende Babyschildkröten sehen zu können. Aber die Saison ist gerade vorbei, und wir haben nicht das Glück, ein paar Nachzügler zu sehen. Den Abend lassen wir im Schaukelstuhl auf der Veranda unserer Lodge ausklingen.

An Tag zwei in Tortuguero unternehmen wir vormittags eine lange Bootstour mit dem Ziel, möglichst viele Tiere zu sehen. Wir – oder eigentlich eher unser Reiseleiter und der Bootsfahrer – erspähen Kaimane, Wasserschildkröten, Reiher, eine Boa Constrictor, Leguane, Brüllaffen und Faultiere. Danach unternehmen alle, die möchten, eine Canopy Tour mit Abseilen und leichtem Klettern durch den Regenwald. Nachmittags haben wir etwas Ruhe am Pool und bestaunen die riesigen Leguane, die dort einfach so auf dem Gelände herumlaufen. Das Essen in der Lodge ist übrigens sehr gut!

Bananen- und Kakaogenuss in Sarapiqui

Mit dem Boot geht es wieder zurück zum „Festland“, auf dem Weg sehen wir noch zahlreiche Klammeraffen in den Bäumen hängen. Vor dem Mittagessen in Guápiles halten wir noch an einer Bananenplantage, wo unser Reiseleiter Carlos uns etwas über den Anbau und die Ernte erklärt. Bevor wir nach Sarapiqui zu unserer nächsten Lodge fahren, halten wir noch an einem Gemüsestand, wo wir zahlreiches Obst und Gemüse probieren können, und alle sich mit Bananen, Avocados und weiteren Köstlichkeiten eindecken. Im Supermarkt wandert noch costa-ricanischer Rum in unsere Einkaufstasche, den wir abends zu einem leckeren Cuba Libre mischen. 

Es wird ausgeschlafen, bevor es zur Kakaotour geht. Wir und die Gruppe sind begeistert von unserem Guide, der uns sehr interessante Dinge über die Herstellung von Kakao erzählt. Er öffnet eine Frucht für uns, wir können unverarbeitete Bohnen probieren und sehen, wie das Pulver produziert und daraus Schokolade wird. Am Ende gibt es für alle ganz viel Kakao und auch Schokolade zum Probieren. Der Kakao wird verfeinert mit Chili, Maismehl, Vanille oder Muskatnuss. Schließlich kriegen wir sogar geröstete Kakaobohnen zum Abschied geschenkt. Eine kleine Wanderung durch den Regenwald steht nachmittags auf dem Programm, wo wir einen roten Minifrosch, eine Tarantel und Tukane aus nächster Nähe sehen. Es ist noch Zeit zum Baden im Infinity Pool der Lodge, dann essen wir zu Abend in einem tollen mexikanischen Restaurant.

Vulkane und Hängebrücken

Auf dem Weg zum Vulkan Arenal schauen wir uns die Leguan-Hängebrücke an. Hier hegt und pflegt ein Costa-Ricaner schon seit 40 Jahren die besonderen Tiere. In La Fortuna schlendern wir durch die Straßen, kaufen beim Supermarkt ein und essen eine Kleinigkeit zu Mittag. Im Mountain Paradise Hotel werden wir überrascht von tollen, kleinen Apartments mit eigenem Whirlpool und Wasserfallduschen. Hier lässt es sich aushalten – vor allem auch im Thermalbecken mit Blick auf den Vulkan.

Am Tag darauf starten wir früh zu den Hängebrücken im Nationalpark Vulkan Arenal mit teils 50 Meter hohen Brücken und natürlichem Blick auf den Vulkan. Wir entdecken weitere Taranteln, kleine Schlangen und Kolibris. Anschließend wandern wir entlang des 1968 Trails mit tollem Ausblick auf den Arenal See. Auf dem Wanderweg wächst Zuckerrohr, welches unser Reiseleiter für uns aufschneidet und uns probieren lässt. Eine sonnige und sehr schöne Wanderung!

Entspannung zum krönenden Abschluss

Badetage! Wir stürzen uns jeden Tag in die Wellen, genießen die Sonne und essen abends gemeinsam mit der Gruppe – meist untermalt mit Live-Gitarren-Musik. Die Sonnenuntergänge am Atlantik sind atemberaubend. Einmal sehen wir einige Waschbären am Pool. Ansonsten sind die Tage sehr entspannt und wir können nochmal richtig ausruhen, bevor es zurück nach San José geht.

Wir vertreten uns am Abreisetag bei einer Stadtführung durch die Hauptstadt noch einmal die Beine. Dann geht es los zum Flughafen, und ein langer Flug mit Ankunft am nächsten Tag wartet auf uns.

Vielen Dank für den tollen Reisebericht aus Costa Rica! 

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