Nordindien-Rundreise: Die Highlights von Rajasthan

Bloggerin Sarah Kriebs war auf unserer Rajasthan-Rundreise in Indien unterwegs und konnte sich sehr für dieses faszinierende Land begeistern. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen ihres Reiseberichts. 

Es gibt wohl kaum ein Land, das so vielseitig, anders und faszinierend wie Indien ist. Ich durfte einen Teil des indischen Nordens im Oktober 2017 auf der Reise „Traumhafte Märchenwelten im Land der Maharadschas“ kennen lernen und hatte dabei durch Zufall das Glück, eines der größten hinduistischen Feste namens „Diwali“ live vor Ort mitzuerleben.

Das Lichterfest Diwali gilt in Nordindien als Neujahrstag. Es ist aufgrund seiner spirituellen Bedeutung mit Weihnachten bei uns im Westen zu vergleichen.

Meine persönlichen Rajasthan-Highlights

1. Mandawa: Erster Halt auf der Nordindien-Rundreise

Nach der ersten Übernachtung in Delhi ging es direkt am nächsten Tag in die kleine Wüstenstadt Mandawa. Nach einem Rundgang entlang der Havelis erlebten wir am Abend einen wunderschönen Sonnenuntergang auf dem Castle Mandawa mit Ausblick über die gesamte Kleinstadt.

2. Jaisalmer: 1001 Nacht

Die Wüstenlandschaft Jaisalmer ist schwer in Worte zu fassen. Hier fühlt man sich wie in einer Geschichte aus 1001 Nacht. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, die schmalen Gassen der Jaisalmer Festung zu erkunden.

3. Jodhpur: Indien hautnah

Wer hier den Clock Tower Market besucht, ist im wahren Indien angekommen. Hier herrscht Reizüberflutung pur: bunte Saris, tausend unterschiedliche Gerüche, Marktschreier, die alles Mögliche anbieten, Straßentiere – und mitten in den Menschenmassen kreisen etliche Tuk Tuks und Motorbikes umher. Das darfst du auf keinen Fall verpassen!

Der Ausflug auf den Markt zählt auf jeden Mal zu meinen Indien-Highlights. Es war zwar anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Hier bist du direkt unter Einheimischen und siehst kaum Touristen. Durch das Diwali Fest war an dem Tag angeblich noch mehr los als sonst. Auch die Aussicht auf die blauen Dächer vom Mehrangarh Fort aus war einzigartig.

4. Udaipur: Bootstour und Fotoshootings

Nach dem turbulenten Jodhpur war die Weiterreise nach Udaipur die reinste Entspannung. Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten während der gesamten Reise zählt auf jeden Fall die Bootsfahrt auf dem Pichola See, welcher durch den James Bond Film „Octopussy“ in den 80ern bekannt wurde.

Der Besuch im Saheliyon Ki Bari Garten in Udaipur lohnt sich nicht nur wegen der bunten Grünflächen und exotischen Pflanzen. Hier wirst du, ob gewollt oder ungewollt, für einige Inder zum wahren Hingucker. Häufig fragt dich eine Person nach einem Selfie und ehe du dich versiehst, befindest du dich auf einem Gruppenfoto von einer ganzen indischen Familie. Es kann auch vorkommen, dass jedes einzelne Familienmitglied ein separates Foto mit dir machen möchte.

Anfangs ist diese Situation eher ungewohnt, aber die Inder sind neugierig und sehr höflich, sodass die Fotosession zum Spaß für alle Beteiligten wird. Falls du nicht posieren möchtest, akzeptieren sie auch ein freundliches Nein und machen sich auf den Weg zur nächsten westlich aussehenden Person.

5. Jaipur: Schlangenbeschwörer trifft Shopping Paradies

Jaipur ist für seine bunten Basare und Einkaufsmöglichkeiten bekannt. Wer Souvenirs, Saris und alles Mögliche an Deko und Kleinkram kaufen möchte, ist hier genau richtig. Am meisten hat mich in Jaipur der Palast der Winde „Hawa Mahal“ beeindruckt.

6. Agra: Das Grabmal Taj Mahal

Selbstverständlich darf der Taj Mahal nicht in dieser Liste fehlen. Streng genommen befindet sich dieser allerdings nicht mehr in Rajasthan, sondern in Uttar Pradesh. Der Ausflug zum Mausoleum darf auf keiner Nordindien-Rundreise fehlen.

Fazit der Nordindien-Rundreise

Dank der vielen Hintergrundinformationen durch den deutschsprachigen Tour Guide konnte ich auf der 14-tägigen Nordindien-Rundreise einen hervorragenden ersten Einblick in das exotische Land gewinnen. Obwohl ich mir viel Wissen aneignen konnte, weiß ich, dass ich nur einen Bruchteil von Indien gesehen und erlebt habe.

Die Inder vor Ort waren sehr freundlich und hilfsbereit, und die Reise hat mir noch mehr Lust gemacht, das Land besser kennenzulernen. Deswegen möchte ich beim nächsten Indien-Trip länger bleiben und auch den südlichen Teil besuchen.

Neben Maharadschas, scharfen Gewürzen, heiligen Kühen, bunten Saris und Bollywood ist Indien auch für seine extreme Laustärke, Armut, dreckigen Straßen und teils mangelnde Hygiene bekannt. Leider schreckt das viele Besucher häufig von einer Reise ab. Ich kann nur raten mit offenen Augen und ohne Vorurteile das Land zu bereisen, denn es ist wichtig, hin und wieder seine Komfortzone zu verlassen, um Neues zu erleben. Auf dieser Reise habe ich viel über Inder, ihre Kultur und Religionen erfahren und schätzen gelernt.

Danke an Sarah für den tollen Reisebericht!

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