Im Interview: TOUR VITAL Reiseleiterin Christine

Im Interview befragen wir unsere Reiseleiterin Christine über ihr Japan, wieso sie Reiseleiterin geworden ist und was ihr an der Begleitung von Japan Rundreisen am besten gefällt.

1. Könntest du dich kurz vorstellen mit Name, Alter und Heimatstadt?

Mein Name ist Christine Osten, ich bin gebürtige Würzburgerin und wenn ich nicht gerade auf Reisen bin, verbringe ich nach wie vor viel Zeit im schönen Unterfranken. Ich bin immer so alt wie ich mich gerade fühle.

2. Wie bist du zum Beruf des Reiseleiters gekommen und wie lange bist du schon Reiseleiter?

Seit 10 Jahren bin ich als Reiseleiterin in verschiedenen Ländern tätig. Mein Schwerpunkt als Japanologin liegt natürlich bei Japan. Die Tätigkeit eines Reiseleiters ist sehr vielfältig und abwechslungsreich. Man darf sich ständig weiterbilden, hat viel mit Menschen zu tun, arbeitet an außergewöhnlichen Plätzen und der Blick aus dem Fenster ist jeden Tag ein anderer. Es ist so etwas ganz anderes als ein Bürojob, den ich vor meinem Studium 16 Jahre lang im Bereich der Werbung ausgeübt habe. Diese täglich neue Herausforderung hat mich gereizt und so habe ich nach dem erfolgreichen Abschluss meines Studiums neben einer Tätigkeit an der Universität mit der Reiseleitung begonnen. Seit 8 Jahren arbeite ich hauptberuflich als Reiseleiterin.

3. Wo hast du Japanisch gelernt? Gibt es etwas, das dir besonders gefällt an der japanischen Kultur?

Begonnen habe ich mit dem Japanischlernen 1996 an der Volkshochschule in Würzburg. Ich wollte einfach mal eine ganz andere Sprache lernen und hatte damals sehr wenig Ahnung über dieses Land. Zwei Jahre später folgte dann die erste Japanreise. Und schon am ersten Tag in Japan spürte ich, dass mich dieses Land nicht so schnell loslassen würde. Es folgten weitere Reisen nach Japan. Dass ich  drei Jahre später kündigen und mich an der Uni für Japanologie einschreiben würde, ahnte ich damals natürlich noch nicht.

Ich studierte dann in Würzburg und ein Jahr in der Präfektur Tokyo um meine Sprachkenntnisse zu verbessern und das Land intensiver kennenzulernen.

Was mir besonders gut an der japanischen Kultur gefällt wird bei der Beantwortung der weiteren Fragen deutlich.

4. Was macht Dir besonders Freude an deinem Beruf?

Als Japanologin bietet mir die Arbeit in Japan die Möglichkeit, mein Studium anzuwenden und mein Wissen immer wieder zu erweitern. Überall sonst muss man sich spezialisieren, festlegen, einengen. Der Beruf des Reiseleiters ist genau das Gegenteil: für alles offen sein, immer wieder neue aktuelle Themen entdecken und ausarbeiten. Und dabei treffe ich auf interessierte, weitgereiste, oftmals sehr inspirierende Menschen, die mit ihren Fragen und Interessen weitere neue Aspekte in meine Tätigkeit bringen.

5. Wie lange begleitest Du schon TOUR VITAL Reisen?

… noch nicht so sehr lange! Da die Reisen von TOUR VITAL eine hervorragende Kombination aus Natur und Kultur bieten, hoffe ich, dass noch viele Reisen für TOUR VITAL folgen werden!

6. Was war dein schönstes oder verrücktestes Erlebnis auf einer Reise mit einer TOUR VITAL Gruppe?

Das schönste Erlebnis habe ich eigentlich auf jeder Reise immer wieder aufs Neue: wenn meine Gäste vor Begeisterung sprühend von der Toilette zurückkomen:

Toiletten gibt es praktisch an jeder Ecke, sie sind kostenlos, sehr sauber und gepflegt. Die meisten verfügen über ein Bidet mit verschiedenen Einstellungen, einige haben darüberhinaus eine Sitzheizung, es gibt Kindersitze, Halterungen für Gehstöcke und eine „Geräusch-Prinzessin“ – einen Knopf, den man drückt um laute Spülgeräusche ertönen zu lassen damit man auch auf einer öffentlichen Toilette eine gewisse Intimität hat. Die Toilettenanlagen auf Autobahnraststätten verfügen außerdem über ein Toilettenleitsystem: schon am Eingang wird mittels beleuchtetem Plan über besetzte und freie Toiletten informiert. Nicht selten kommen meine Gäste mit Fotos zurück, um diese Attraktion festzuhalten.

7. Warum ist Japan eine Reise wert?

Japan bietet die ideale Kombination aus faszinierender Kultur und intakter Natur. Welches Industrieland sonst besteht zu 2/3 aus Bergwäldern, hat fast 30.000 km Küste und dazu eine alte Kultur, die immer noch spürbar gelebt wird? Einen größeren Kontrast zwischen urbanen  Ballungszentren und wilder Natur, modernster Technik und gelebter alter Tradition bietet wohl kaum ein anderes Land.

8. Welchen Ort zeigst du deinen Gästen am liebsten?

Ich habe eigentlich nur Lieblingsorte! Jeder Ort, jeder Platz präsentiert sich je nach Jahreszeit und Wetter jedes Mal aufs Neue anders. Auf jeder Reise ergibt sich so ein ganz individuelles neues Erleben, das ich mit meinen Gästen teilen kann: Anfang April war es in diesem Jahr der Fujisan, an dessen Fuß gerade die Kirschblüte in voller Pracht vor einem strahlendblauen Himmel den heiligen Berg einrahmte. Einfach atemberaubend schön!

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