¡Hoy te quiero mas! – Spanien und Andorra

Auf der Suche nach neuen Erlebnissen entschied sich eine TOUR VITAL-Teilnehmerin zusammen kurzerhand für einen spontanen Besuch in Katalonien und Andorra. Ihre Eindrücke über die Kulturmetropole Barcelona und weitere malerische Orte des Landes fasste sie in einem spannenden Bericht zusammen.

Spanien ist immer eine Reise wert. Schon mehrmals durfte ich die wundervolle Landschaft erleben und war immer wieder begeistert. Vor allem der Süden des Landes hatte es mir angetan. Malaga, Valencia, Cadiz und Barcelona waren bislang meine Favoriten auf der Iberischen Halbinsel. Im Internet bin ich dann bei TOUR VITAL auf die Reise nach Spanien/Andorra gestolpert. Kurz entschlossen buchte ich für mich und meinen Enkel die Reise und sollte nicht enttäuscht werden.

Auf den Spuren von Antoni Gaudí

Nach einem relativ kurzen Flug vom Frankfurter Flughafen kamen wir in Katalonien, genauer gesagt in Barcelona an und wurden von unseren Guides freundlich in Empfang genommen. Ich hatte Bedenken, dass wir sofort ins Hotel müssen, aber wir hatten genügend  Zeit um uns einen ersten Überblick über die Stadt zu verschaffen. Die Metropole am Mittelmeer bietet etwas für jeden Geschmack: Strände für die Wasserratten unter uns oder unzähligen Geschäfte zum Shoppen sind nur ein Teil davon.

Ich entschied mich gegen beides und ließ mich stattdessen durch die zahlreichen Gassen mit ihren architektonisch herausragenden Bauten treiben. Man erkennt die Präsenz des bekannten spanischen Architekten Antoni Gaudí, der durch seinen Ausdruck bestach und einige bekannte Bauwerke und Parks in Barcelona formte. Das wohl bekannteste Werk Gaudís besichtigten wir bereits am zweiten Tag. Die seit 1882 gebaute und bis heute noch nicht fertiggestellte Basilika „Die Sagrada Familia“ ist ein Must-see der Stadt und soll in zehn Jahren, pünktlich zum 100. Todestag des Architekten, fertiggestellt werden.

Andorra – viele Epochen auf dem kleinsten Raum

Am nächsten Tag ging es über das Benediktinerkloster auf dem Montserrat, wo im Übrigen jeden Tag zu Ehren der Madonna 50 Chorknaben singen, nach Andorra. „Virtus Unita Fortior“ strahlt uns bereits an der Grenze entgegen – „Vereinigte Tapferkeit ist stärker“ – das Motto des kleinen Fürstentums. Der  Zwergstaat zwischen den europäischen Riesen Spanien und Frankreich genießt eine besondere politische Situation und wird vom französischen Präsidenten zusammen mit einem Bischof aus Spanien regiert. Einzigartig in Europa! Doch nicht nur politisch hat Andorra einiges zu bieten. Die Berge, die das Land umgeben, ziehen im Winter viele Skifahrer an. Aber auch die billigen Preise für Alkohol und Zigaretten locken wohl jährlich Tausende Touristen an.

1000 Jahre Geschichte sammeln sich hier auf kleinstem Raum. Und überall erkannte man die unterschiedlichen Epochen, die dieses Land geprägt haben. Eine mittelalterliche Kirche, die auf römischen Fundamenten erbaut wurde und ein modernes Hotel, das dem steigenden Tourismus Herr werden soll, liegen hier wortwörtlich nah beieinander. Auch für Freunde der Natur und Landschaft wird sich diese Reise definitiv lohnen, denn unzählige Aussichtspunkte bieten einen Anblick, den man wohl nicht mit der Kamera festhalten kann und gesehen haben muss.

Die prachtvolle Kleinstadt Albarracín

Genauso mein persönliches Highlight dieser Rundreise – das kleine Städtchen Albarracín! Das malerische Örtchen im Herzen Spaniens ist eine wahre Pracht. Und ich würde am liebsten dort bleiben. Ich genoss jede Minute unseres Aufenthaltes und in jedem Augenblick wurde die Faszination größer. Dieses malerische Örtchen hat seinen Charme des Mittelalters behalten und vereinigt muslimische und christliche Baukunst aus dem 10. und 11. Jahrhundert in Perfektion. So etwas habe ich noch nicht zuvor gesehen. Hier ist die Zeit einfach stehen geblieben und verfliegt dennoch viel zu schnell.

Valencia – die Stadt zum Verlieben

Letzte Station unserer Reise. Mit Wehmut dachte ich noch an das kleine Örtchen Albarracín, doch was mir hier in Valencia begegnete, ließ mich die kleine Stadt zeitweise vergessen. Ich war schon öfter in Barcelona und alle fahren nach Barcelona. Aber warum, wenn man auch Valencia besuchen kann? Auch Martin, mein Enkel, war begeistert und fragte mich, warum wir noch nie hier gewesen sind. Diese Stadt bietet einfach alles, was man sich vorstellen kann. Eine wunderschöne Altstadt, die ohne Probleme mit dem „Centro“ in Barcelona mithalten kann, lud zum Verweilen ein. Überall roch es nach Essen, vorrangig Paella, die hier ihren Ursprung gefunden hat. Nur ein paar Minuten weiter tummelten sich Menschenmassen an langen Sandstränden und kühlen sich im frischen Nass ab. Wir schlenderten an unserem letzten Tag durch den modernen Hafen. Hier rasen also Formel-1-Autos über die Straßen. Martin war fasziniert von den großen Schiffen und schwelgte in Fernweh.

Fazit der Reise: Wir sind begeistert und vielleicht verliebt in diese Region. Jedenfalls verliebter in das Land als je zuvor.

 

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