Gewinnerbericht: Reise nach Indien – Rajasthan

Diese Woche starten wir auf unserem Blog mit einer schönen Nachricht: Maria-Luise S. aus Berlin ist die Gewinnerin unseres letzten Tourbook-Gewinnspiels! Wir gratulieren ihr herzlich zum Hauptgewinn und wünschen ihr viel Freude mit dem Preis. Natürlich wollen wir Euch den schönen Gewinnerbericht nicht vorenthalten. Die glückliche Teilnehmerin reiste in diesem Sommer mit TOUR VITAL nach Rajasthan und hielt diese erlebnisreiche und unvergessliche Reise für uns fest.

Meine Söhne inspirierten mich zu einer erneuten Reise an die Seidenstraße und ich entschloss mich, Agra und das Taj Mahal zu besuchen. Am 8.6.2018 flog ich über 8 Stunden von München nach Delhi. Unsere TOURVITAL-Reisegruppe mit 15 Teilnehmern (9 weiblichen, 6 männlichen) und unseren indischen Reisebegleiter Pammy lernte ich am Flughafen Delhi kennen. Ich war die „Oma“ der Gruppe. Der „Orient-Express-Bus“ mit dem Fahrer Anil und seinem Helfer Dharmender warteten schon vor dem Flughafen auf uns und unser Gepäck.

Im guten Mittelklassehotel „Lemon Tree“ konnten wir uns frisch machen, akklimatisieren (38 Grad Celsius, 3 ½ Stunden Zeitunterschied) und reisetauglich umziehen.

Märchenstadt Agra und Project WHY

Nach dem Frühstück in Hotel fuhren wir mit unserem Reisebus Richtung Agra. Auf dem Weg dorthin war der erste Halt in Fathepur Sikri, der ehemaligen Hauptstadt des Kaisers Akbar. Die verlassene, aus rotem Sandstein erbaute Stadt, war einst eine wahre Märchenstadt. Ihre Ruinen befinden sich auch heute noch in einem tadellosen Zustand und machen es dem Betrachter leicht, sich vorzustellen, wie prächtig das Leben hier einst gewesen sein muss.

Seit Herbst 2007 unterstützt TOUR VITAL in Indien das Projekt WHY Delhi. Es ist eine direkte Hilfe für die Kinder Indiens. Wir statteten dem „Mutter-Theresa-Haus“ einen kurzen Besuch ab, der sehr bewegend war. Unabhängig von Religion oder Kaste werden alle Kinder aufgenommen, die dringend Hilfe brauchen. Ausbildung und medizinische Unterstützung sind die Basis, um diesen Kindern eine Chance für ein würdevolles Leben in der Zukunft zu geben.

Taj Mahal – Palast der Liebe

Nach einer ersten wunderbaren indischen Nacht im Hotel bereitete ich mich ganz besonders auf unseren Besuch des märchenhaften „Taj Mahal“, des „Palast der Liebe“ vor. Es ist Ausdruck höchster Mogul-Baukunst und Denkmal für die Lieblingsfrau Mumtaz Mahal. Ich hatte einen langen Rock und Jacke aus bemaltem thailändischen Seidenstoff genäht und es passte gut zum weißen Marmor des überwältigenden weltberühmten Bauwerks.

Anschließend besichtigten wir die Festung Agra-Fort, bevor wir in Bharatpur mit dem vollbesetzten „Indian Railways“-Zug 3 ½ Stunden bis Sawai Madhopur zwischen freundlichen Indern fuhren. Es war für mich eine erneute Englischlektion und ich habe mich prima unterhalten mit den jungen Männern neben mir.

Safari und Wüstenoasen

Das Hotel „Tiger Den Resort“ war der Ausgangspunkt für unsere Safari. Am frühen Morgen startete unsere Wildbesichtigungsfahrt durch den Ranthambore-Nationalpark. Wir hatten das Glück, Tiger und Krokodile an Wasserstellen zu sehen. Antilopen, Affen und unzählige Vogelarten, wie Pfauen und Papageien, konnten wir beobachten in dieser einzigartigen landschaftlichen wilden Schönheit. Die Fahrt mit unserem Jeep werde ich in guter Erinnerung behalten.

Die 11-stündige Busfahrt über den Indian-Highway, vorbei an heiligen Kühen, Lehm sammelnden Frauen, wilden Hunden und unzähligen Motorrädern bis nach Luni/Jodhpur endete am Rande der Thar Wüste im „Fort Chanwa“ mit einem wunderbaren Garten und herrlichem Pool.

Jodhpur und Ranakpur

Ausgeruht startete der Bus mit uns am nächsten Tag in die lebendige Stadt Jodhpur mit ihren bunten Basaren, mittelalterlichen Toren, dem riesigen Mehrangarh Fort, sowie den Mandore Gärten, zu denen uns abenteuerlich Tuk Tuks fuhren. Am Abend bekamen wir eine Einführung in die indische Kochkunst bei einer Vorführung durch den Küchenmeister. Geschmeckt hat uns das Essen danach besonders gut.

Auf dem Weg nach Ranakpur besuchten wir den sagenumwobenen „Motorrad-Tempel“ und die Jain-Tempelanlage im Aravalli-Gebirge. Sie ist mit 1440 filigran gestalteten Marmorsäulen ein Wunderwerk der Steinmetzkunst. Bei einem Stopp in einem lokalen Dhaba-Tee Cafe spendierte unser Reisebegleiter uns einen traditionellen Chai-Tee.

Udaipur erreichten wir dann am Nachmittag. Auf dem malerischen Pichola-See, der von weißen Palästen und Häusern von grünen Hügeln umgeben ist, war eine interessante Bootsfahrt für uns vorgesehen.

Heilige Stadt Puschkar

In die Heilige Stadt Puschkar pilgern alljährlich viele gläubige Hindus, um sich am Seeufer rein zu waschen und um für Gesundheit für ihre Familien zu bitten. Am Haupt-Ghat wurde einst die Asche von Mahatma Gandhi in den See gestreut. Mir wurde dort durch einen Priester ein roter Punkt auf die Stirn gemalt und meine Familie gesegnet.

Im Brahma-Tempel wurden im 30-Minuten-Takt Tabletts mit Speisen an jeweils 3000 Hindus ausgegeben. Alle Pilger konnten hier Essen und Trinken erhalten.

Am nächsten Tag besichtigten wir das Amber Forts mit Fotostopp am „Palast der Winde“ in Jaipur. Die pinkbemalten Häuser geben der Hauptstadt Rajasthans den Beinamen „rosarote Stadt“. Das Observatorium „Jantar Mantar“ des Maharadschas war sehenswert. Dort gab es auch Schlangenbeschwörer mit Cobras. Mutig durfte ich eine Cobra sogar streicheln. Danach fuhren wir mit einer typischen Rikscha über die belebten Märkte der Stadt und anschließend in unser Hotel „Mandawa Haveli“.

Delhi

Meine Reise endete in Delhi. Unterwegs besuchten wir den „Laxmi Narayan Tempel“ der hinduistischen Göttin und Spenderin des Glücks, der Liebe, der Fruchtbarkeit, der Gesundheit und der Schönheit. Unseren Wünschen waren keine Grenzen gesetzt, Auf der Stadtrundfahrt durch das alte Delhi führte uns die Fahrt vorbei am „Roten Fort“ und der „Jama Masjid“, der größten Moschee Indiens. Im neuen Stadtteil sahen wir das höchste Minarett Indiens und zahlreiche Regierungsgebäude sowie das Indien Gate. Der Sikh-Tempel vermittelte uns zum Abschluss unserer Reise noch einmal die Atmosphäre und Spiritualität Indiens.

Im Hotel „The Park New Delhi“ standen uns einige Wash and Change Zimmer zum Frischmachen vor dem letzten Abendessen zur Verfügung.

Nach mindestens 2000 km auf Indiens Straßen ging es auf die letzte Fahrt mit dem „Orient-Express-Bus“ und unserem Gepäck zum Flughafen Delhi. Davor verabschiedeten wir uns von unserem exzellenten Reiseleiter und zugleich traurigen Pammy, der sehr gern mit unserer Reisegruppe zusammen war und sich schon auf eine neue Reise nach Ladakh in den Norden Indiens einstellen musste.

Am 18.06.2018 landete mein Flieger in München und auch jetzt noch blicke ich auf meine schöne, erlebnisreiche und unvergessliche Reise nach Indien zurück.

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