Entstehung einer Rundreise – die Details machen den Unterschied

Kaum ein Reisender weiß, wie viel Planung in den Details einer Rundreise steckt. Machu-Picchu-JasminDiese sind nämlich keinesfalls Zufallsprodukte. Unsere Entscheidungen gehen von der Wahl der Route und der Hotels bis zur Abstimmung des morgendlichen Weckanrufs und der Auswahl des Cocktails beim Sonnenuntergang. Unsere Südamerika-Expertin Jasmin erklärt die Herausforderungen bei der Planung am Beispiel unserer neuen Peru-Rundreise.

„Wir beobachten natürlich ständig den Markt, informieren uns über Marktforschungen und Buchungsanalysen, um einschätzen zu können, was für Destinationen und Reiseformen gefragt sind. Für Peru kam die Idee auf, da wir von unserer Peru-Bolivien-Chile Reise nicht mehr überzeugt waren. Sie schien uns zu lange und zu anstrengend. Warum also nicht eine Reise, die über zwei Wochen komplett auf Peru konzentriert?

Im nächsten Schritt fragte ich mich, was man gesehen haben muss in Peru, und wie wir die Reise zu etwas Besonderem machen können. Da ich selbst in Peru gelebt und gearbeitet hatte, konnte ich von meinen Erfahrungen profitieren.

The oldest church in Lima, PeruSind 5.000 Meter zu hoch?

Die Städte Lima, Arequipa, Puno und Cuzco sind natürlich Pflicht. Allerdings musste ich entscheiden, wie ich sie am besten kombiniere, und mir so ein Gerüst für die Reise bilden. Das Land selbst half mir bei dieser Entscheidung. Denn an die Höhe in den Anden muss sich jeder Reisende erst einmal gewöhnen. Deswegen habe ich die Route von Lima entlang der Küste bis nach Arequipa gewählt. Hier geht es von 50 bis auf  2.500 Meter stetig hinauf. Natürlich legt man dabei einige Kilometer zurück, doch in Arequipa und dem Colca-Tal bekommt ihr die Belohnung dafür. Davon abgesehen ist die Südroute (Paracas, Ica, Nazca) auch sehenswert. Ich habe lange überlegt, ob ich das Colca-Tal ins Programm mit aufnehme, da man dort teilweise bis auf 5.000 Meter in die Höhe muss und die Unterkünfte etwas einfacher sind. Aber ich war selbst dort und war begeistert von der Ruhe, der Weite auf dem Hochplateau, der Fahrt vorbei an den Vulkanen, die kleinen Dörfer mit wirklich peruanischem Leben und schließlich dem Ausblick auf den Canyon. Es lohnt sich einfach, diese Fahrt zurückzulegen!

Dadurch, dass man sich langsam an die Höhe gewöhnen kann, macht einem derPlaza de Armas, Cuzco, Peru Titicacasee in 4.000 Meter Höhe auch nichts mehr aus und dieser ist natürlich eines der Highlights. Hier muss man sich einfach die Schilfinseln der Uros anschauen. Doch man kann noch mehr unternehmen, und auch das wollte ich in diese Tour einbauen. Ihr besucht danach die Gemeinde auf der Halbinsel Llachón, die noch nach alter Tradition lebt und euch zeigt, wie einfach und trotzdem glücklich man leben kann. Wer Lust hat, kann natürlich gerne beim Kochen helfen, und aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass genau solche Momente für immer in Erinnerung bleiben. Wenn ich mich für Programme entscheiden muss, frage ich mich einfach, was würde ich gerne erleben oder sehen wollen? Was würde mir in Erinnerung bleiben?

In Cuzco habe ich bei dieser Reiseroute neben der traditionellen City Tour auch die Besichtigung von Sacshuayman inkludiert. Die Ruinen dieser Inkafestung sind eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten aus der Inkazeit. Wer nicht dort war, hat Cuzco nicht wirklich gesehen. Die Stadt liegt im Tal, und die Festung wacht auf einem der umliegenden Berge. Sie wurde auf die typische Art der Inka erbaut und ist auch heute noch von einer unnachahmlichen Aura umgeben. Nicht umsonst feiern bis heute genau hier die Cuzceños das Fest des Sonnengotts.

Machu Picchu – früh am Morgen am schönsten

Warum ich den Machu Picchu ins Programm aufgenommen habe, ist wohl selbstverständlich. Incan ruins at the base of Machu Picchu in the Andes Mountains, PeruAllerdings ist es vielleicht auf den ersten Blick verwunderlich, dass ich diese Sehenswürdigkeit mit einer Übernachtung in Aguas Calientes kombiniert habe. Ich bin der Meinung, dass man die Ruinen im Morgengrauen mit Nebel gesehen haben muss. Ich glaube nicht an Energien und Mythen, aber das Erlebnis, wenn die Wolken vor dem Gipfel wegziehen, die Sonne durch sie hindurch drängt und die Ruinen sich in ihrem vollen Glanz zeigen, werde ich nie vergessen. Man sollte also definitiv am Morgen und, wenn möglich, als einer der ersten Touristen bei den Ruinen ankommen. Wenn ihr also in Aguas Calientes übernachtet, könnt ihr gewiss sein, dass dies der nächste Ort bei den Ruinen ist.

So entsteht also das Programm. Danach verhandle ich mit unserer Partneragentur aus Peru die Preise und feile an den organisatorischen Details, also zum Beispiel wie früh man am besten morgens losfährt oder wo gegessen wird. Durch meinen hohen Anspruch an die Reise gibt es teilweise kostengünstigere Konkurrenzprodukte. Aber unsere Rundreisen legen stets Wert auf eine hohe Qualität in den Details, die euch vielleicht erst während der Reise bewusst werden. Denn genau diese Details machen den Unterschied zu anderen Reisen. Zum Beispiel wähle ich nicht das günstigste Busunternehmen, sondern stelle sicher, dass euer Bus nicht zu alt sein wird. Oder ich bevorzuge ein Hotel, das näher an der Sehenswürdigkeit liegt, um euch unnötig lange Fahrten zu ersparen. So kann ich euch guten Gewissens und voller Stolz Reisen anbieten, die zwar nicht immer die kostengünstigsten sind, aber das beste Preis-Leistungsverhältnis bieten, und nach denen ihr es garantiert nicht bereut, mit TOUR VITAL gereist zu sein.

Eure Jasmin, Produktmanagerin Südamerika

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