Das Land der Inka

TOURVITAL-Mitarbeiter Dominik war in Peru unterwegs und hat seine Erlebnisse in einem Reisebericht festgehalten. 

Eine Reise nach Südamerika, insbesondere Peru, stand schon lange auf unserer To-Do-Liste. Diesen Juni war es nun endlich soweit. Es ging ins Land der Inka.

Mit LATAM und Iberia flogen wir von Frankfurt via Madrid nach Lima, der Hauptstadt Perus. Nach einem angenehmen Flug wurden wir von unserem Reiseleiter am Flughafen empfangen. Auf dem Weg zu unserem Hotel erklärte er uns das Programm für die nächsten Tage.

Nach einer erholsamen Nacht und einem stärkenden Frühstück holten uns unser Fahrer sowie unser Guide an unserem Hotel ab. Das erste Ziel war Barranco. Früher eigenständig, heute einer von 43 Stadtbezirken Limas. Es gilt als das schönste und zugleich romantischste Viertel der peruanischen Hauptstadt. Anfang des 19. Jahrhunderts war es der „Zufluchtsort“ der Reichen und Schönen. Sie wollten den heißen Sommern in Lima entgehen und errichteten ihre wunderschönen Sommerresidenzen an der Steilküste Barrancos. Viele von diesen alten Häusern sind auch heute noch gut erhalten. Mittlerweile ist Barranco als Viertel der Künstler und Musiker bekannt. Nach einem kurzen Spaziergang vorbei am Federíco Villarreal Park und der Iglesia La Ermita, einer von zahlreichen katholischen Kirchen in Lima, erreichten wir den Hauptplatz Barrancos. Als Teil eines Museums ist dort eine alte Straßenbahn ausgestellt, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts Barranco mit dem Zentrum Limas verbunden hat.

Besagtes Zentrum besuchten wir als nächstes. Dafür fuhren wir einmal quer durch Lima, ehe wir den Plaza Luis Alberto Sánchez erreichten. Von hier aus setzen wir unsere Erkundungstour zu Fuß fort. Entlang der Fußgängerzone liefen wir in Richtung Plaza de Armas, dem Hauptplatz. Auf dem Weg dorthin stießen wir auf eine Prozession. Menschen in Kostümen feierten und tanzten über die Straßen, einige Gruppen machten Musik. Ein tolles Bild!

Der Plaza de Armas ist wohl das bekannteste Fotomotiv in Lima. Dort befindet sich die imposante Kathedralbasilika St. Johannes, die sowohl von außen als auch von innen sehr sehenswert ist. Doch es gibt noch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten. Dazu zählt zum Beispiel das Schokoladenmuseum, das zum Probieren verschiedenster Schokoladensorten und -liköre einlädt.

Auf einem angrenzenden, kleinen Markt stellte uns unser Guide anschließend klassische, peruanische Gerichte vor. Das wohl bekannteste darunter dürfte das frittierte Meerschweinchen sein. Es folgte ein Besuch des Museo Del Convento De Santo Domingo. Ein altes Dominikanerkloster, wo sehr anschaulich die kulturelle und religiöse Geschichte Limas erklärt wird.

Nach dieser ausführlichen Stadtbesichtigung wurden wir anschließend zurück zu unserem Hotel nach Miraflores gefahren. Der restliche Nachmittag stand uns zur freien Verfügung.

Am nächsten Morgen ging es früh weiter. Der Transfer zum Flughafen führte uns mitten durch den morgendlichen Berufsverkehr. Unser Weiterflug nach Cusco, die einstige Hauptstadt des Inkareichs, stand an. Auf etwa 3.400 Metern liegt die Stadt mitten in den peruanischen Anden. Dort angekommen, konnte man die dünne Luft förmlich spüren, jedoch hatten wir uns schnell akklimatisiert und an die enorme Höhe gewöhnt. Für den Nachmittag stand die erste Erkundung auf dem Plan. Unser erstes Ziel war auch hier der Hauptplatz, die Plaza de Armas. Erneut wurden wir von zahlreichen Prozessionen überrascht, denn: wir befanden uns kurz vor der Wintersonnenwende auf der südlichen Erdhalbkugel. Wir lernten, dass im Juni täglich verschiedene Schulgruppen durch die Stadt liefen und unterschiedliche Tänze aufführten. Der Höhepunkt sollte dann zur Wintersonnenwende folgen: das Inti-Raymi-Fest, ein aus der Inka-Zeit stammendes Spektakel, welches seit 1944 wieder ins Leben gerufen wurde. Seitdem findet es jedoch immer am 24. Juni statt und nicht wie einst am 21. Juni.

Einen der besten Ausblicke auf Cusco erhält man übrigens vom Kirchturm der Iglesia de San Cristobal, die auf einem ansteigenden Berg hinter der Stadt erbaut wurde. Bei der dünnen Luft ist das Treppensteigen zur Kirche zwar doppelt so anstrengend, jedoch lohnt die Anstrengung allemal. Die Stadt sowie das Tal liegen einem zu Füßen. Bei besonders gutem und klarem Wetter kann man kilometerweit gucken.

Für die nächsten Tage wartete das Highlight Perus auf uns: ein Besuch der Ruinenstadt Machu Picchu! Mit dem ersten Zug fuhren wir am frühen Morgen von Cusco nach Aguas Calientes. Während der Fahrt schlängelt sich der Zug entlang des Urubamba Flusses und bietet dabei immer wieder spektakuläre Aussichten und Fotomotive. Am Bahnhof in Aguas Calientes wartete bereits ein deutschsprachiger Guide für Machu Picchu auf uns. Zusammen nahmen wir den Bus hoch zu den Ruinen. Anschließend begann unsere Erkundungstour. Während unseres ca. 3-stündigen Besuchs erzählte uns unser Guide jedes kleinste Detail über die 15. Jahrhundert erbaute Inkastadt. Wir suchten verschiedene Aussichtspunkte auf, von denen man einen grandiosen Panoramablick über die auf ca. 2.400 Metern hoch gelegene Stätte hatte. Zahlreiche Erinnerungsfotos wurden geschossen!

Nach einer Nacht in Aguas Calientes und der anschließenden Rückfahrt nach Cusco endete unser kurzes Abenteuer in Peru. Am nächsten Morgen setzten wir unsere Südamerika Rundreise mit einem Weiterflug nach Santiago de Chile fort. Während der nächsten Tage besuchten wir neben Buenos Aires auch die Iguazu Wasserfälle sowie Rio de Janeiro.

Wir freuen uns schon auf unsere nächste Reise nach Südamerika, insbesondere nach Peru!

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