China – Ein Reisegedicht

Für unseren dichtenden Reisearzt Dr. Emons ging es in diesem Jahr nach China – das Land der Gegensätze. Wie schon nach seinen Aufenthalten in Namibia und Indien stellt er uns seine Beobachtungen und Eindrücke in Form eines kreativen und beeindruckenden Reisegedichtes vor. Viel Spaß beim Lesen!

China 2018

 

Letztes Jahr fragte ich mich, wohin könnte es geh`n,

um wieder etwas Neues von der Welt zu seh`n.

Ich habe schon einige Reisen mit TOUR VITAL gemacht,

drum dachte ich mir, es wär doch gelacht,

wenn ich nichts finden würde auf uns`rer Welt,

was mir im TOUR VITAL-Katalog gut gefällt.

 

Ich nahm also den Katalog zur Hand.

Es dauerte nicht lange, bis ich es fand.

Das Land, das mir am besten gefiel,

war China, also hatte ich mein Ziel.

 

Von Eschweiler ging es nach Frankfurt am Main,

dort stieg die Gruppe dann in das Flugzeug ein.

Die Reise begann, es war Mitte Mai,

zum ersten Mal waren auf so einer Tour auch Kinder dabei.

 

Der Flug war sehr lang, doch schlafen war nicht drin,

die Sitze im Flugzeug waren doch schon recht eng.

Wir erreichten Shanghai, was für ein Graus,

das Wetter sah alles andere als einladend aus.

Anstatt am Himmel die Sonne zu seh`n,

mußten wir im Regen zu den Bussen geh`n.

 

Mein Fingerabdruck, der blieb in Shanghai,

alle wurden gescannt, das war mir neu.

Später wurden wir auch noch durch Menschen kontrolliert,

so wie es auch bei uns in Deutschland passiert.

 

Shanghai haben wir überwiegend bei Regen geseh`n,

dadurch war die Stadt nur noch halb so schön.

In Shanghai ist neu neben alt zu seh`n,

das eine ist funktionell, das andere schön.

 

Die Häuser waren so hoch, um sie komplett zu seh`n,

mußten wir unsere Köpfe ganz nach oben dreh`n.

Am Abend sahen wir dann Shanghai bei Nacht,

da wurden extra für uns alle Lichter angemacht.

 

Dann wurde gesagt, das hat mich ein wenig schockiert,

was so alles am folgenden Tag passiert.

Zuerst wird uns die Politik offeriert,

danach das Leben im Altenheim präsentiert.

Doch es war nicht so schlimm, das demokratische Projekt

und das Altenheim waren ein perfektes Vorzeigeobjekt.

 

Am Nachmittag dachte ich, dass ich wieder im Flughafen war,

bis ich sah, dass der Flughafen doch nur ein Bahnhof war.

Der Zug fuhr schnell, doch stiegen wir erst nach Mitternacht aus,

die Distanzen sind in China halt größer als bei uns zuhaus.

 

Das Yangtze-Schiff war luxuriös, edel und schön.

Die Reise würde toll sein, war schon zu Beginn zu seh`n.

Aber dann begann der Stress, Chongquing war unser Ziel,

wir hatten vier Tage lang nichts zu tun, aber davon ganz viel.

 

Das Ausschlafen auf dem Schiff war allerdings schwerer, als man glaubt,

wenn der Lautsprecher ständig die Nachtruhe raubt.

Und ist der mal ruhig, ist es das Schiff nebenan,

wo man lauten Chinesen beim Diskutieren zuhören kann.

 

Der Drei-Schluchten-Damm ist gigantisch und riesengroß.

Ich fragte mich, wie schafften die Chinesen das bloß,

die bauen so `nen Koloss in weniger als zehn Jahr,

in Deutschland wär dann noch nicht mal die Genehmigung da.

 

Das Essen auf dem Schiff war reichlich und sehr gut,

allerdings sollte ich erwähnen, es fehlte einigen der Mut,

Hühnerfüße zu knabbern statt Toast mit Ei,

die Gruppe aß sehr europäisch, auch ich war dabei.

 

Wir erreichten Chongquing, eine Riesen-Stadt,

die doppelt so viele Einwohner wie das gesamte Ruhrgebiet hat.

Im Park haben wir den Chinesen Tai-Chi beigebracht.

Die Chinesen waren freundlich und haben nicht gelacht.

Die haben fasziniert unsere Verrenkungen fotographiert,

und ihrer Familie zuhause komplett neue Übungen demonstriert.

In China aßen wir meist an einem runden Tisch.

Immer gab es Hühnchen, Reis, Gemüse und Fisch.

Die Gabeln, die es hier gibt, die könnt man optimieren,

ich denke, man müßte nur ernsthaft probieren,

statt zwei dicken Zacken vier dünnere zu finden,

und diese vier dann fest miteinander zu verbinden.

 

Wir wollten chinesisch lernen, fingen mit den Zahlen an.

Schon das hat uns überfordert, also ließen wir es dann.

 

In Xian besuchten wir die Terracotta-Armee.

Im Prinzip muss ich sagen, `ne tolle Idee.

Der Kaiser baut sich Soldaten, legt sie unter die Erde,

gibt ihnen Wagen dazu und auch ein paar Pferde.

Er hoffte so, dass er auf seinem allerletzten Weg

immer als Sieger aus allen Gefechten geht.

 

Viele Kinder in Deutschland, das muss ich so sagen,

die kann ich oft nur mit viel Wohlwollen ertragen.

Auf der Fahrt hier in China, da konnte man seh`n,

es gibt auch andere Kinder, das fand ich sehr angenehm.

 

Es gibt also Kinder, die sind nett, freundlich und hilfsbereit,

mit denen würd ich immer wieder verreisen, zu jeder Zeit.

Mit dem Wetter, das könnte sicherlich deutlich besser funktionieren,

das sollte TOUR VITAL eigentlich `ne Idee besser organisieren.

Die Luftfeuchtigkeit tröpfelte uns häufig als Regen ins Gesicht,

die Luft war dadurch sauber, aber schön war das nicht.

 

Das Wasserspiel in Xian ist das größte der Welt,

unnötig zu erwähnen, dass so etwas jedem gefällt.

Es war wie so vieles in China, das wir auf der Reise geseh`n,

es war gigantischer als sonstwo, einfach nur schön.

 

Da war ein Tempel mit Friedhof, eine Gans liegt an diesem Ort.

Der Gans zuliebe erfand man einen neuen Namen für diesen Ort.

Wildgans-Pagode wird das Bauwerk jetzt genannt,

und ist seitdem als Gebetsstätte im Land wohlbekannt.

 

Dann war wieder Mittag und wir fuhren mit dem Zug,

wie man das in China halt mittags so tut.

Das Ziel war die Hauptstadt, hier Beijing genannt,

in Deutschland ist diese Stadt eher als Peking bekannt.

 

Am Tag darauf dachte ich, unser Reisleiter hat sich beschwert

bei TOUR VITAL in Köln und hat denen erklärt,

die meisten der Gruppe hätten eine Reise mit Sonne gesucht,

und wären überzeugt, die hätten sie auch gebucht.

 

TOUR VITAL hat es dann sehr schnell geschafft,

dass am nächsten Tag die Sonne vom Himmel lacht.

Die Gruppe hat dabei allerdings nicht bedacht,

dass Treppensteigen bei Sonne sehr viel mehr Mühe macht.

 

Die große Mauer zu ersteigen, war natürlich unser Ziel,

ungleich hohe Stufen dort hinauf existierten recht viel.

Beim Bau der Mauer hat man wohl schon an uns Touristen gedacht,

und den Weg die Mauer hinauf recht anstrengend gemacht.

Oben angekommen waren unsere Beinchen gut trainiert,

zum Glück war unfallmäßig dabei nichts passiert.

 

In Peking haben wir dann viel vom Kaiser geseh`n.

Ich denke, ein Leben als Kaiser war schon sehr angenehm.

Die Kaiserin züchtet Raupen, alles andere macht der Mann,

der sein Volk, die Konkubinen und sich selbst glücklich machen kann.

 

Die Kung-Fu-Show haben die Mönche recht gut gemacht,

unsere Gruppe hätte das nicht viel besser geschafft.

Das Metall war kaputt, der dicke Stein auch,

was unversehrt blieb, waren der Kopf und der Bauch.

 

Die Reise ist nun zu Ende, viel zu schnell verflog die Zeit,

schon machen wir uns für den Rückflug bereit.

Die letzte gemeinsame Mahlzeit ist jetzt auch Vergangenheit,

China ist zu Ende, machen wir uns für Deutschland bereit.

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