Bella Italia

TOURVITAL-Mitarbeiterin Mona war im Juli auf einer unserer Rundreisen in Italien unterwegs und hat ihre Eindrücke und Highlights in einem Reisebericht festgehalten:

Eine 10-tägige Reise nach Bella Italia. Sonne, Strand und Meer auf Capri und Ischia in Kombination mit den kulturellen Highlights wie der Besichtigung der Ausgrabungsstätte Pompeji, die Wanderung auf den Vesuv sowie der Besuch der Städte Sorrent und Neapel. Eine sehr abwechslungsreiche Reise, auf der man definitiv die schönsten Seiten Italiens kennen lernt. Ich habe mich für diese Reise entschieden, um Städtetrip und Strandurlaub zu verbinden und kann bestätigen, dass dies eine wirklich schöne Abwechslung ist.

Neapel – Duomo di San Gennaro und die typisch neapolitanische Pizza

Nachdem wir am Vortag entspannt angereist waren, von unserer humorvollen und hilfsbereiten Reiseleiterin Flavia begrüßt und per Transfer ins Hotel gebracht wurden und uns beim gemeinsamen Abendessen für den ersten „aktiven“ Tag gestärkt hatten, begann der Tag mit einem gemeinsamen Frühstücksbuffet. Heute stand der Besuch der süditalienischen Großstadt Neapel an. Zu Neapels bekanntesten Wahrzeichen gehören sowohl die Kathedrale von Neapel sowie der prächtige Königspalast und das Castel Nuevo. Vor Ort wurden wir von unserer sehr netten Reiseführerin Paula empfangen und durch die Altstadt geführt. Zu Beginn haben wir die Kathedrale von Neapel, welche durch die Aufbewahrung der Reliquien von San Gennaro auch als Duomo di San Gennaro bekannt ist, besucht. Sie ist die Hauptkirche von Neapel, die der Himmelfahrt Mariä geweiht ist, da San Gennaro als Stadtpatron von Neapel gilt. Die Mischung verschiedener Stile verleiht dem Innenraum einen eigenwilligen Charakter. Die farbig gefasste und teilvergoldete Kassettendecke aus dem 17. Jahrhundert ist mit fünf großen Szenen aus der Kindheit Jesu in Öl auf Leinwand verziert. Eindrucksvolle Fresken runden den Gesamteindruck einer prachtvollen und detailverliebten Kathedrale ab. Anschließend schlenderten wir gemeinsam die kleinen Gassen entlang, in denen viele Stände mit Krippenfiguren aufgebaut sind. Zur Mittagspause ließen wir uns in dem Lokal O’Munaciello nieder. Hier wurde natürlich erst einmal die typisch neapolitanische Pizza aus Tomaten und Mozzarella verkostet. Nach der Stärkung und dem bisherigen Fußmarsch konnte man nun während der Panoramafahrt entspannt den Erklärungen von Paula lauschen und die Kamera bereithalten. Hierbei sind wirklich schöne Bilder vom Vesuv und dem Golf von Neapel entstanden. Auch auf Nachfrage konnte die Route ein kleines bisschen angepasst werden und so fuhren wir ganz zur Freude meines Freundes auch am Fußballstadion des Fußballclubs SSC Neapel vorbei. Zum Abschluss durfte die Freizeit natürlich auch nicht zu kurz kommen, für die ebenfalls Tipps und Must-Sees gegeben wurden. Ich muss sagen, dass ich Neapel zu keinem Zeitpunkt als enorm überfüllt oder „beunruhigend“, wie es so häufig dargestellt wird, empfunden habe. Neapel war eine tolle Erfahrung, auf jeden Fall einen Besuch wert, ich würde diese Stadt gerne wieder besuchen.

Unsere Reisegruppe:

Die ganze Reisegruppe war wirklich herzlich und auch trotz der Altersunterschiede auf einer Wellenlänge. Wir haben zusammen gefrühstückt und zu Abend gegessen, selbst auf Ischia kam man beim erfrischenden Schwimmen im Meer ins Gespräch und hat unglaublich nette Menschen und tolle Geschichten kennen lernen dürfen. Auch unsere Reiseleiterin hat einen großen Teil dazu beigetragen. Sie hat sich immer wieder gerne bei Transferfahrten und ähnlichem zu uns gesetzt und viel von ihrer Kindheit in Deutschland und den damaligen Umzug nach Neapel erzählt. Auch die musikalische Unterhaltung während der Busfahrten durch Lieder bekannter italienischer Interpreten war eine angenehme und aufmerksame Abwechslung.

Pompeji und Vesuv – kulturelle Highlights der Antike

Pompeji war mein persönliches Highlight dieser Reise. Auch wenn ich schon viel dazu gelesen oder auch in Form von Dokumentationen und Filmen gesehen hatte, war diese Erfahrung einfach überwältigend. Die gesamte Fläche, auf der die Ausgrabungen und Restaurierungen erkundet werden können, ist einfach viel größer, als ich es je gedacht hätte. Viele Mosaike, Verzierungen und Malereien sind sehr gut erhalten und auch nach wie vor in seiner vollen Farbpracht gut zu erkennen. Häuser mit angelegten Gärten und Skulpturen lassen einen in der Zeit zurück reisen. Nach unserer 2,5-stündigen Besichtigung haben wir wahrscheinlich nicht einmal ein Drittel der Anlage bestaunen können. Diesen Ausflug kann ich wirklich nur jedem empfehlen! Bei der anschließenden Fahrt ging es rauf auf den Vesuv. Zuerst auf 1000 Meter Höhe für eine Mittagspause beim Restaurant Kona, bei dem wir das dort angebaute Gemüse und den Wein kosten durften. Das Gemüse, welches auf dem Land um den Vesuv angebaut wird, gilt als besonders mineralhaltig und schmeckt ausgesprochen lecker. Der darauf folgende Aufstieg von ca. 300 Höhenmetern auf den Vesuv war selbstverständlich freiwillig und konnte eigenständig durchgeführt werden. Der Vesuv, welcher auch als schlafender Vulkan bezeichnet wird und der einzige aktive Vulkan auf dem europäischen Festland ist, besitzt einen Kraterdurchmesser von 500 Metern. Besonders eindrucksvoll ist wirklich schon der Weg nach oben, bei dem man eine tolle Sicht hat und zum Beispiel die Spuren eines früheren Lavastroms oder auch Waldbrandes erkennen kann. Oben angekommen ist man wirklich froh endlich das Ziel erreicht zu haben, aber es lohnt sich! Bergführer für jede Sprache warten dort, um von der Geschichte des Vesuvs zu berichten und es konnte nur durch deren Hilfe beobachtet werden, dass am Rande des Kraters wirklich sichtbarer Rauch aufstieg.

Sorrent – Limoncello und Amalfiküste

Die malerische Stadt Sorrent bedarf der längsten Anfahrt, aber auch hier wird man nicht enttäuscht. Auf dem Weg nach Sorrent hielten wir bei einer Limoncello-Herstellung. Hier wurde uns gezeigt, wie der bekannte Zitronenlikör hergestellt wird. Das Interessante daran ist, dass der Limoncello ausschließlich aus der äußersten Schale der Zitronen gewonnen wird. Diese werden in 95%igem Alkohol eingelegt und am Ende der Einweichzeit mit einem Aufguss aus heißem Wasser und Zucker behandelt. Nach etwa einer Woche kann der Likör gefiltert und getrunken werden. Hierzu gibt es natürlich eine Kostprobe und mir hat es geschmeckt. Im gleichen Gebäude befindet sich ein Souvenir-Shop, in dem man den Limoncello in verschiedenen Größen kaufen kann. Ein sehr geeignetes Mitbringsel, wie ich finde. Unter der Auswahl befinden sich außerdem Öle, Gewürze, Schmuck und auch Geschirr. In Sorrent angekommen wurden wir von Paula empfangen, die uns anschließend durch die zahlreichen Straßen in beeindruckende Kirchen führte. Nach der Stadtrundführung stand der restliche Tag zur freien Verfügung. Man konnte in der Stadt selbst verweilen, den Hafen erkunden oder sich in einem gemütlichen Café niederlassen und das Treiben der Menschen beobachten. Die anschließende Rückfahrt zum Hotel wird bewusst an einem Teil der Amalfi-Küste entlang geleitet, was sehr zur Freude der gesamten Reisegruppe führte. Auch hierbei wurde alles genauestens von unserer Reiseleiterin Flavia gezeigt und erklärt. So kann eine sonst so langweilige Busfahrt auch sehr interessant werden.

Capri und Ischia – Schönheiten im Golf von Neapel

Capri und Ischia sind zwei völlig unterschiedliche Inseln, die trotzdem beide durch ihre immergrüne Vegetation als „grüne Inseln“ bezeichnet werden und durch ihre Pflanzenpracht strahlen. Mir persönlich haben beide Inseln sehr gut gefallen und ich könnte mich nicht entscheiden, welche mir eher zusagt. Zu beiden Inseln erfolgt der Transfer per Fähre. Ischia ist im Gegensatz zu Capri vulkanischen Ursprungs und ungefähr viermal so groß. Das Meer ist an allen Stränden und Buchten einfach traumhaft und man kann beim Schnorcheln zahlreiche Fische und Korallen beobachten. Auf Ischia stehen die letzten vier Tage komplett zur freien Verfügung. Jeder kann das machen, wozu er Lust hat. Wir haben uns für eine Mischung aus Erholung und Erkundung geeinigt. Jeden Tag ins Meer springen,  am Strand entspannen und einen Cocktail trinken – so kann man es aushalten. Trotzdem wollten wir von Ischia schon etwas mehr sehen als unser traumhaft schönes Hotel. Eine Anlage, die keine Wünsche offen ließ. Die Zimmerausstattung mit großem Bett, Sofa, zwei Schreibtischen, Minibar und sogar zwei Fernsehern war mehr als ausreichend. Eine super Klimaanlage, die uns in so manchen heißen Stunden den Tag gerettet hat. Das Hotel liegt zwischen vielen Palmen, Blumen und Kakteen. Sowohl ein Pool als auch ein direkter Zugang zum Meer ermöglichen ein schönes Badeerlebnis. Tolles Essen und sehr freundliches Personal. Frühstück und Abendessen mit direktem Blick auf das Meer und pure Erholung – was will man mehr?

Mit Sant‘ Angelo und Ischia Porto haben wir uns zwei kleine Orte ausgesucht, welche wir in den Tagen besuchen wollten. Sant‘ Angelo, ein früheres Fischerdorf, ist heute ein sehr schickes Örtchen mit Hafen und komplett autofrei. Hier sollte man definitiv den frischen Fisch in einer der schicken Lokale probieren und genießen. Ischia Porto war zu Fuß für uns erreichbar, da es unserem Hotel sehr nahe gelegen ist. Dort kann man auch bequem einkaufen gehen und die eintreffenden Boote im Hafen beobachten. Natürlich gibt es noch viele weitere Freizeitangebote wie das Entspannen in den traumhaften Thermalquellen, welche in Ischia zahlreich vertreten sind, sowie die Wanderung durch die einzigartige Landschaft der Insel oder die Verkostung des bekannten Limoncellos. Die Busse auf Ischia fahren zwar sehr „italienisch“, aber man kommt am Ziel an und das für nur 1,50€ pro Fahrt. Hierzu noch ein wichtiger Tipp: Wenn man einen Bus nehmen möchte, gilt nicht das Motto „Wenn jemand an der Haltestelle steht, wird angehalten“, sondern man muss wirklich springen und winken, um den Busfahrer auf sich aufmerksam zu machen. Wenn man das weiß, ist das wirklich kein Problem. Bei unserer ersten Erfahrung mussten wir so den einen oder anderen Bus leider an uns vorbei rauschen lassen 😊

Zufälligerweise hatten wir am 26. Juli das Glück, das Fest der heiligen Anna erleben zu dürfen. An diesem Tag feiert Ischia das Fest der Schutzpatronin Neapels sowie der aller Mütter. Am Castello Aragonese in Ischia Ponte findet dann eine riesige Schiffsparade statt, bei der die sechs Gemeinden der Insel Ischia, die kleine Schwesterinsel Procida und Capri mit jeweils einem eigenen Boot teilnehmen. Der krönende Abschluss ist ein Feuerwerk, welches die gesamte Bucht zum Leuchten bringt.

Auf Capri gibt es natürlich die bekannten Grotten wie die Weiße Grotte, in deren Innerem durch Kalkablagerungen spezielle Formationen entstanden sind. Die Rote Grotte, deren Name auf die dunkle Färbung des Wassers als Folge von Algenablagerungen zurückzuführen ist, und die Grüne Grotte mit ihren vielfältigen Licht- und Farbeffekten. Diese drei Grotten konnten wir durch eine Bootsrundfahrt erblicken. Die wohl bekannteste Grotte, die „Blaue Grotte“, gilt als Highlight der Insel und dort sammelt sich deshalb schon zu frühen Morgenstunden eine kleine Warteschlange in Form von vielen kleinen Booten an. Auf Capri besteht nach der Rundfahrt per Bus genügend Zeit zur freien Verfügung. Hier bietet es sich an, durch die wunderschönen weißen Gassen zu schlendern und den einen oder anderen Halt in verschiedenen Geschäften einzulegen. Sowohl in Anacapri als auch in Capri selbst gibt es viele kleine Lokale, die zum Verweilen einladen und auch Saftstände, an denen die gigantischen Zitronen der Insel frisch gepresst angeboten werden. Diese werden natürlich mit Eis und Orangensaft gemischt, deshalb ist es nicht so extrem sauer wie es sich zuerst anhört. Das sollte auf jeden Fall ausprobiert werden! Im Allgemeinen kann man noch sagen, dass Capri schon der hochpreisigen Kategorie angehört. Durch die Straßen mit Läden von Prada, Hermès und Dior laufen deshalb auch häufig viele Stars.

Ich kann nur sagen, dass ich von der Reise wirklich begeistert bin. Besonders die Inseln Capri und Ischia waren wunderschön und toll zum Baden. Als kulturelles Highlight, wie schon gesagt, fand ich Pompeji besonders eindrucksvoll und sehr interessant.

Für das nächste Jahr planen wir mit TOURVITAL eine Fernreise nach Marokko oder Namibia.

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