Die beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Asiens – goldene Felsen und windige Paläste

1. Phuket in Thailand – Urlaub im Paradies

Wilder Dschungel, Affen in freier Wildbahn, Wasserfälle, weißer Sand und türkisfarbenes, kristallklares Wasser – das ist Phuket, die sprichwörtliche Perle der Andamensee. Die Insel im Westen Thailands ist gleichzeitig die größte des Landes. Die asiatische Insel besticht vor allem durch ihre wunderschöne Natur. Besonders sehenswert sind die Strände Nai Harn, Naithon Beach und die Panwa Bucht. Der Mai Khao Beach ist mit 11 km der längste Strand der Insel. Auf der Insel finden sich viele Nationalparks. So zum Beispiel der Mangrovenwald an der Nordspitze der Insel. Das Wahrzeichen der Insel ist ein 45 Meter hoher Buddha, der mit Marmor aus Myanmar überzogen ist.

2. Angkor Wat in Kambodscha – auf den Spuren der Khmer

Angkor Wat ist die bekannteste Tempelanlage in Kambodscha. Im 12. Jahrhundert ursprünglich als hinduistischer Tempel geplant und entstanden, wandelte sich der Tempel im 13. Jahrhundert zu einer buddhistischen Stätte. Bis zum 15. Jahrhundert fungierte er als Zentrum des Khmer-Reichs. Diese beeindruckende Sehenswürdigkeit in Asien, die als Wohnungen für die Götter dienen sollte, wurde größtenteils aus Sandstein gebaut. Die Anlage ist schon alleine aufgrund ihrer Größe beeindruckend – ganze 820.000 Quadratmeter umschließen die äußeren Tempelmauern. Vor allem der 65 Meter hohe zentrale Turm des Bauwerks sticht heraus. Auf den Tempelwänden finden sich kunstvoll gearbeitete Tänzerinnen-Figuren. Die Tempelanlage diente übrigens als Filmkulisse für Tomb Raider mit Lara Croft.

3. Bromo auf Java – der hungrige Vulkan

Eine weitere außergewöhnliche Sehenswürdigkeit in Asien, genauer gesagt auf der Insel Java, ist der Vulkan Bromo. Er ist einer der aktivsten Vulkane der Insel. Die Landschaft zeichnet sich durch saftig grüne, fruchtbare Steilhänge und akkurat angelegte Felder aus. In der Umgebung gibt es neben dem Bromo noch einige weitere Vulkane, wie z.B. den Mount Semeru, der mit 3.676 Metern der höchste Vulkan Javas ist. Die Region um den Bromo ist vom kleinen hinduistischen Volk der Tengger besiedelt. Der Legende nach betete die Prinzessin Roro Anteng zu den Göttern, um mit ihrem Ehemann Joko Seger Kinder zeugen zu können. Unter der Bedingung, das letzte Kind zu opfern, halfen sie ihr. So wurde das 25. Kind in den Vulkan geworfen. Seitdem wird jährlich ein Fest am Vulkan zelebriert: Die Einheimischen pilgern auf den Vulkan und opfern den Göttern symbolisch Speisen, Blumen, Geldscheine oder die ein oder andere lebendige Ziege, die sie in den Schlund des Bromo werfen.

4. Der Goldene Felsen in Myanmar – von zwei Haaren Buddhas gehalten

Der Goldene Fels in Myanmar ist ein buddhistischer Wallfahrtsort. Er liegt auf einem Berg in der Nähe der Stadt Kyaikto im Mon-Staat. Die Legende besagt, dass der Fels lediglich von zwei Haaren Buddhas im Gleichgewicht gehalten werden. In seiner Form erinnert er an einen menschlichen Schädel. Auf dem mit Blattgold beschichteten Felsen thront die 5,5 Meter hohe Kyaiktiyo-Pagode. Sie dient als Aufbewahrungsort des Haares, das ein alter Eremit von Buddha als Reliquie geschenkt bekommen haben soll. Es ist Tradition, dass Pilger, die zu dieser heiligen Stätte kommen, Blattgoldblättchen mitbringen, die sie an den heiligen Felsen kleben. Das ist allerdings den männlichen Pilgern vorbehalten.

5. Fuji-san in Japan – kegelförmiges Heiligtum

Der Vulkan Fuji-san ist mit 3.776 Metern der höchste Berg Japans. Auffallend ist vor allem der symmetrische Kegel des Bergs, dessen Name am ehesten mit „Feuerberg“ übersetzt werden kann. Der Fuji gilt seit Jahrhunderten als heilig , und so wurden bereits im Jahr 806 auf Anordnung des damaligen Kaisers am Fuß des Berges Shinto-Schreine gebaut. Auch für den japanischen Buddhismus hat der Vulkan eine herausragende Bedeutung. Vor allem in der Bergkult-Ausprägung Shugendo gilt das Besteigen des Berges als Ausdruck des Glaubens. Aufgrund der prägnanten Kegelform des Vulkans findet sich diese beeindruckende Sehenswürdigkeit Asiens häufig in der japanischen Kunst, aber auch der Literatur wieder und wird in zahlreichen Gedichten thematisiert.

6. Palast der Winde in Indien – Ausblick für Haremsdamen

Sehen ohne gesehen zu werden: Getreu diesem Motto lies der Maharaja Sawai Patrap Singh im Jahr 1799 dieses Lustschloss in der Altstadt von Jaipur in Indien erbauen. So ermöglichte er es den Haremsdamen, das Geschehen auf der Straße vor dem Palast verfolgen zu können, ohne dabei selbst gesehen zu werden. Er dachte dabei vor allem an Festumzüge, die anlässlich religiöser Feiertage oder zugunsten des Herrschers veranstaltet wurden. Um dies zu ermöglichen, zieren die Fassade des Palastes exakt 953 kleine, kunstvoll gestaltete und vergitterte Fenster. Diesen hat der Palast der Winde auch seinen Namen zu verdanken, denn durch die Fenster zirkuliert ständig ein kühlender Lufthauch. Die Fassade des fünfstöckigen Palasts zeichnet sich durch unzählige sogenannte Jaroka-Balkone aus und ist aus rotem und rosa Sandstein.

7. Dhulikhel in Nepal – am Rande des Himalaya

Die Stadt Dhulikhel in Nepal ist bekannt für ihren atemberaubenden Blick auf das Himalaya-Massiv. Die kleine Stadt mit ihren 14.000 Einwohnern besticht vor allem durch die gut erhaltene Altstadt im Newar-Baustil mit seinen kunstvollen Schnitzereien und den Pagoden-Tempeln. In der ganzen Stadt verteilt findet man Schreine, Götterstatuen und Steinreliefs, die mit Farbpulver, Reiskörnern und Blumen geschmückt sind. Auffallend ist außerdem die goldene Buddha-Statue. Über das Jahr verteilt werden in der Stadt verschiedene Festivals gefeiert, teils von der hinduistischen Gemeinschaft, teils von der buddhistischen.

The statue of Golden Buddha as seen from Dhulikhel hill. Taken in Nepal, August 2018.

8. Minakshi-Tempel in Indien – 1.000 Säulen und ein Teich

Der Minakshi-Tempel in der südindischen Stadt Madurai ist ein Hindutempel, dessen früheste Teile aus dem 12. und 13. Jahrhundert stammen. Geweiht ist der Minakshi-Tempel der Göttin Parvati und dem Gott Shiva, die der Überlieferung nach in Madurai geheiratet haben sollen. Besonders an dieser heiligen Stätte ist, dass hier nicht wie bei den meisten anderen Anlagen Shiva, sondern die Göttin Parvati im Mittelpunkt steht. Herausragend – im wahrsten Sinne des Wortes – sind die zwölf hoch aufragenden Tortürme, Gopurams genannt. Sie fallen durch üppigen und bunt bemalten Figurenschmuck auf und dominieren das Stadtbild Madurais. Sehenswert sind außerdem die Säulenhallen, allen voran die sogenannte 1.000-Säulen-Halle, und der Tempelteich. In dessen Zentrum befinden sich eine goldene Säule und die vergoldete Skulptur einer Lotusblüte. Der Teich dient als Ort für rituelle Waschungen.

9. Terrakottaarmee in China – kaiserlicher Schutz im Jenseits

Damit sich Qín Shǐhuángdì, der erste Kaiser eines geeinigten Chinas sich auch nach seinem Tod beschützt wusste, gab er zu Lebzeiten den Bau der Terrakottaarmee in Auftrag. Sie sollte gleichzeitig seiner Regierungszeit ein Denkmal schaffen und als Machtsymbol fungieren. In dem berühmten Mausoleum, eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Asiens, befinden sich ca. 8.000 lebensgroße Terrakottafiguren. Sie wurden erst in den 1970er Jahren durch Zufall beim Bau eines Brunnens gefunden. In gewisser Weise entsprach das exakt den Vorstellungen des Kaisers, dessen Ziel es war, die Grabstätte so lange wie möglich geheim zu halten. Deshalb mussten mehr als 700.000 Arbeiter 30 Jahre lang Gruben ausheben und Hügel bauen, um diesem Wunsch des Kaisers Folge zu leisten. Noch immer befinden sich viele der Soldaten im Verborgenen und wurden noch nicht ausgegraben. Die Armee besteht aus Fuß- und Reitsoldaten, sowie Pferden, Kriegswagen und Waffen. Besonders auffallend ist die detailgetreue Gestaltung der Gesichtszüge der Soldaten.

10. Halong-Bucht in Vietnam – felsige Naturschönheit

Die Halong-Bucht im Golf von Tonkin in Nordvietnam zeichnet sich durch die vielen Kalkfelsen aus, die teilweise mehrere Hundert Meter aus dem Wasser ragen. Der Name kann mit „Bucht des untertauchenden Drachen“ übersetzt werden. Der Legende nach lebte in den umliegenden Bergen ein Drache, der mit seinem Schwanz, als er ins Wasser abtauchte, tiefe Furchen ins Land zog, die dann vom Meer überflutet wurden. Die Grotten und Höhlen sind teilweise nur bei Ebbe zugänglich. Typischerweise sind die Felsen über und über mit Pflanzen bewachsen, auf den größeren findet sich sogar teils dichter Dschungel.

Wenn Sie diese Sehenswürdigkeiten einmal mit eigenen Augen sehen wollen, entdecken Sie unseren neuen Asien-Katalog.

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