Barfuß zu den Göttern

Für TOURVITAL Reisende Ramona B. ging es in diesem Jahr nach Südindien. Sie berichtet begeistert von ihren Erlebnissen:

         

Schon 3 Monate freute ich mich im Rahmen meiner umfangreichen Vorbereitungen auf diese Reise. Ich hatte den Norden Indiens schon einige Male besucht, aber der Süden war jetzt mein Herzenswunsch.
Mit Indiens Kultur habe ich mich schon eine Weile beschäftigt, auch durch meine künstlerische Arbeit, die Verbindung zu Tempeln und indisch-deutschen Kulturgruppen Berlins… und jetzt sollte die Reise zu den Quellen meiner Sehnsucht erfolgen.
Sicheres Reisen, ärztliche Absicherung, pauschales Angebot und ein überschaubares Reisekonzept waren für mich wichtig, da ich als Single reise und weder auf Gemeinschaft noch auf Rückzugsmöglichkeiten verzichten wollte.
Das passt hervorragend zum Angebot von TOURVITAL, die zu meiner großen Überraschung die Reise nur mit 3 Gästen, einem Arzt (von TOURVITAL) und einem Reiseleiter (u. Fahrer) durchführten. Der Flug ging problemlos von Frankfurt nach Chennai und zurück über Bangalore-Frankfurt.
Ich hatte bei der Rundreise nicht die Wucht von Schönheit, Tempo und Angeboten erwartet, die mich als Kunststudentin sehr inspirierte. Zwischen Weltkulturerbe, Pilgerzentren und traumhaft schönen Landschaften, kunstvollen Schlössern und temperamentvollen Stränden gab es viel Erlebenswertes, das auch nachhaltig wirkt. Von fast unwirklichen Gassen in den Dörfern bis zur brodelnden Metropole war alles vertreten.
Wir hatten Zugang zu den spirituellen Zentren und ich merkte, dass dies ein großes Zugeständnis von indischer Seite war. Die erstaunenswerte Kulisse knallbunter Tempel, wie zum Beispiel der Meenakshi/Amman-Tempel in der Madurai, ist der Mantel einer lebendigen Religiosität. Allein die täglichen Rituale, an denen wir als Gäste teilhaben durften, ziehen Millionen Pilgerer an und es ist bereichernd zu beobachten, dass die Geschichten der Tempel in den Menschen leben.
Eine Stadt der 1000 Tempel hier, ein künstlerisches Wunderwerk dort, ich stand betroffen als Künstlerin vor solchen fast göttlichen Leistungen und Motivationen, über tausenden von Jahren sich mit den Göttern zu verbinden und alles Wissen der alten Puranas in Stein zu arbeiten, auf dass sie nie vergessen werden. Mein kleiner Lieblingstempel, der Keshava Tempel in Karnataka, wurde im 12. Jahrhundert aus Speckstein gefertigt. Wie handgeklöppelt… so filigran steht er mit reichhaltigen Mustern bestückt und bergt in Innenarbeiten die kosmische Ordnung. Ich habe Lehrer gesehen, die dort unterweisen, welcher Reichtum der Astrologie ist hier verschlossen?
In Kerala haben wir auf Hausbooten übernachtet, der Zauber indischer Musik, der auf dem Wasser lag, begleitete uns wasseraufwärts entlang von prächtigen Kirchen, Dorflandschaften, Tempeln und wunderschönen Mango- und Feuerbäumen.
Im schützenden Berghotel überraschte uns das erste Gewitter, 1000 Meter über 0. Ich wollte nicht schlafen, so viel Schönheit gab es zu sehen. Vom riesigen Balkon in die grüne tropische Berglandschaft, nebenan war ein ayurvedischer Garten, wo wir die Gewürze in Blüte sehen konnten. 
Bergab der blühenden Kaffeesträucher, Teeplantagen und Mangobäumen nahm uns TOURVITAL mit in kulturelle Veranstaltungen. Besonders der traditionelle Kathakalitanz, der die Geschichten der Götter erzählt, war eine Farbexplosion und ein Augenschmaus und eine Kunst hohen Rangs. Wir besuchten das Kulturzentrum einer Schule in Kochi.
Ich will nicht das gesamte Programm wiedergeben, aber anmerken, dass es eine ausgewogene Reise war zwischen ruhigem Kunstgenuss, Freizeit und Kulturvermittlung.
Mir ist das südindische Volk vom ersten Tag an mit liebevoller Ausgeglichenheit, heiterem Gemüt und Kreativität begegnet.
Eine Reise ist immer eine Begegnung, vieles was uns selbstverständlich scheint, ist ein Privileg.
Indien gibt seinen Zauber in die Herzen und seinen Segen. Mögen wir es erkennen und würdigen.

Wir bedanken uns bei Ramona für ihren tollen Reisebericht.

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