Authentisches Vietnam mit TOUR VITAL

Unser Kollege Amin begleitete neulich eine Gruppe von Reisenden nach Vietnam und Kambodscha. Sein liebevoll geschriebenes Reisetagebuch mit vielen Tipps und wichtigen Hinweisen möchten wir euch nicht vorenthalten!

Tag 1/2:

Hallo liebe Tour Vital-Reisefreunde, ich befinde mich gerade mit einer Gruppe auf unsere Rundreise durch Vietnam & Kambodscha und freue mich euch mitzunehmen. In den nächsten Tagen möchte ich mit euch meine tollen Erlebnisse teilen, sodass ihr teilhaben könnt an meinem Glück. Es ist nicht die erste Reise mit Tour Vital, nicht meine erste Reise nach Vietnam & Kambodscha und auch nicht meine erste Reise, die ärztlich begleitet ist, jedoch das erste Mal, bei der ich in Namen von TV eine Gruppe begleiten darf.

Unser erster Stopp ist Hanoi und trotz des langen Fluges gewinnt die Neugierde auf diese lebendige und aufregende Stadt gegen die Müdigkeit. Es gibt auch allerhand zu erleben. Nach einer Stadtbesichtigungsfahrt mit dem Bus, stürzten wir uns ins Getümmel mit einer Rikschafahrt durch die Altstadt. Eine wirklich komfortable Art nah am Geschehen zu sein, viel zu sehen und auf Tuchfühlung mit dem pulsierenden Leben auf den Straßen von Hanoi zu gehen. Zum Glück sind die Fahrer alle Profis, für mich wäre ein es unmöglich die Rikscha durch den Verkehr zu leiten. Das muss man erlebt haben!

Erste kulturelle Höhepunkte, wie der Jade Tempel am Fluss des verlorenen Schwertes und der Literatur-Tempel stand auch auf unserem Programm. Leider spielt das Wetter nicht mit, was die Stimmung in der Gruppe aber nicht trübt. Worüber ich mich jedoch am meisten freue, ist dass die Vietnamesen ihren Charm und ihre Gastfreundschaftlichkeit nicht verloren haben, egal in welchem Alter. Man kommt schnell ins Gespräch, ohne das es aufdringlich wirkt. Kann auch daran liegen, dass wir für sie genauso interessant wirken, wie ihre Kultur, Sitten und Gebräuche auf uns. Ich finde es super! Mit etwas Englisch kommt es schnell zum Austausch und das ist doch das Besondere am Reisen. Deshalb sind Gruppenreisen auch genau meine Reiseart.

Exotische Länder, unvergessliche Momente, das pure Erlebnis zusammen mit Menschen, die gleich gesinnt sind, ist das Plus an dieser Reiseform. Und für jemanden mutigen wie mich, ist die Sicherheit mit einem Arzt zu reisen ein gutes Gefühl. Da weiß ich, was ich essen kann und was besser nicht und sollte es mal schief gehen, päppelt der Arzt dich schnell wieder auf. So verpasst man nichts und kann ruhigen Gewissens alles ausprobieren.

So, nach dem Abendessen und einer Ruhepause für sich, steht später noch der Nachtmarkt an. Ich freu mich schon! Beste Grüße in die Heimat!

Tag 2:

Hallo TV-Reisefreunde, heute melde ich mich aus der Halong Bucht!

Manche sagen, ein Drache hätte in Zorn die Felsenküste mit seinem Schwanz in Stücke geschlagen, andere meinen der Drache und seine neun Kinder liegen im tiefen Schlaf und die Rückenschuppen stehen aus dem Wasser. Meine Meinung ist, dass der Drache selbst im Zorn ein Auge für Ästhetik hatte bzw. man sollte sie schlafen lassen. Es ist kaum in Worte zu fassen, welche Schönheit dieses Naturspektakel bietet. Nachdem wir mit unserer Dschunke tiefer in das Felsenmeer geschippert sind, ergab sich die Möglichkeit, mit einem traditionellen Ruderboot eine Expedition zu starten. Die bekannten schwimmenden Dörfer werden von der Regierung umgesiedelt. Schließlich möchte man das UNESCO -Weltnaturerbe noch lange erhalten. Vereinzelt stehen noch kleine Hausboote von Fischern und Perlenzüchtern. Man misst die Dörfer aber kaum, da die Natur hier im Mittelpunkt steht. Ein unvergessliches Erlebnis zeigt sich, während man zwischen den Felsen auf einem kleinen Ruderboot sitzt und über einem die Fischadler kreisen.

Auch die Sonne hat unsere Gruppe wiedergefunden, was die Sache abrundet. Jetzt wird erst einmal ein Cocktail auf dem Sonnendeck genossen, bevor es zu einem original vietnamesischen Kochkurs an Deck geht. Der Komfort am Schiff lässt keine Wünsche offen. Große geräumige Zimmer mit Balkon, Dusche oder Badewanne mit der Möglichkeit sich abzukühlen, während vor dem Fenster die Felsen an einem vorbeiziehen: hier könnte ich es ewig aushalten!

Auf jeden Fall wird einem schnell klar, warum die Halong Bucht zu den Highlights einer Vietnamrundreise gehört. Für mich gehört sie zu den „must see“ und beeindruckt mich auch beim zweiten Mal. Freu mich schon auf den Sonnenuntergang und werde auch zum Sonnenaufgang wieder am Deck liegen.

Tag 3:

Hallo TV-Reisefreunde!

Die gestrige Nacht war für mich sehr kurz. Das passiert schnell, wenn man in einer Reisegruppe unterwegs ist. Interessante Menschen, gute Gespräche und kühle Getränke lassen einen schnell die Zeit vergessen. Wir hatten unseren Spaß! „Da war doch was mit dem Sonnenaufgang“, dachte ich mir, als der Wecker mich um 6 Uhr aus dem Schlaf riss. Die Kulisse vor den großen Balkonfenstern in meiner Kajüte brachten mein Hirn schnell wieder auf Trab. Nur der Körper wollte nicht! Da ein Felsen die aufgehende Sonne verdeckte, dachte ich mir, den Körper mit dem Thai-je-Kurs auf dem Sonnendeck in den Schwung zu bringen. Thai je ist doch die sanfte und ruhige Kraft, bilde ich mir ein. Ahnung habe ich davon keine und noch nie ausprobiert, aber es gibt nur wenig, was ich nicht ausprobieren will. Die Meisterin begann mit leichten Übungen für die Gelenke und ging danach über in eine Kombination von flüssigen Bewegungen. Von wegen mein Hirn ist wach! Mit viel Ruhe und Geduld und dem ständigen Vormachen der Meisterin klappte es dann, bilde ich mir ein. Der Kurs endete mit Atemübungen.

Nach so viel Bewegung ist jetzt wohl Frühstückszeit. Gestärkt von Kaffee/Tee, Omelett und 2 Brötchen legten wir mit dem Tenderboot ab zu einem kleinen Strand auf einer Felseninsel. Leider ist schwimmen in der Halong Bucht verboten worden. Es gibt nur die Möglichkeit mit Kajaks oder Ruderbooten sich frei im Wasser zu bewegen. Im Felsen der Insel befindet sich jedoch eine Tropfsteinhöhle und wenn man durch den engen Einstieg absteigt, eröffnet sich plötzlich eine riesige Höhle, die sich in 3 Kammern durch den Felsen zog. Wahnsinn, welche Macht Wasser hat. Nicht umsonst sagt man – der stehende Tropfen höhlt den Stein! Am anderen Ende war ein Ausgang zu einer Plattform, die die Möglichkeit bietet, die Bucht einmal von oben zu sehen.

Nach dem Abstieg ging es wieder zurück auf die Dschunke. Ich bereitete das Check-out vor und wollte den Rest unserer Zeit gemütlich auf dem Sonnendeck genießen. Auf der Liege schlug die Müdigkeit dann doch zurück. Ein freundlicher Skipper rief mich zurück ins Leben mit dem Hinweis, dass das Mittagessen bereitsteht. Fantastisch! Habe ich schon gesagt, dass ich mich hier ewig aufhalten könnte? Aber jede Medaille hat zwei Seiten und wer stehen bleibt, erlebt nichts. Also weiter geht es von Halong nach Danang und mit dem Flugzeug nach Hoi An. Das wird spitze, da ich auf meiner ersten Tour diese wild romantische Hafenstadt nicht erkunden konnte. Hoffentlich erleuchten die Lampions die Nacht. Durch Erzählungen von Freunden ist die Erwartung jedenfalls groß.

Tag 4:

Hallo Reisefreunde!

Am Abend erreichten wir unser Hotel in Hoi An. Ein Garten Eden direkt gelegen an einem Seitenarm vom Meer! Eine große Gartenanlage mit offen gestalteten Ess- und Aufenthaltsräumen und einer Bar sowie ein großer Pool sind nur ein paar wenige Annehmlichkeiten, die das Hotel bieten. Aber das Beste ist die Lage! Keine 300 m entfernt befindet sich die Japanische Brücke im Herzen der Altstadt. Nach einem opulenten Abendessen machte sich die Gruppe frisch, um das Nachtleben zu entdecken. Leider bin ich auf dem Zimmer versackt, aber mir war ja bewusst, dass wir hier 2 Nächte im Hotel bleiben und mir somit noch eine Gelegenheit geboten wird. Am Frühstück hörte ich dann von der Gruppe, was ich verpasst habe. Jetzt war ich angefixt, ist ja nicht das erste Mal, dass mir die Stadt gerade bei Nacht wärmstens empfohlen wird.

Nach dem Frühstück ging es dann endlich los. Erster Stopp natürlich die Japanische Brücke. Über eine kleine Brücke gelangt man in die Altstadt von Hoi An und schon nach den ersten Metern ist es passiert! Ich bin verliebt! Diese schönen kleinen alten Gebäude, die vielen kleinen Shops, alte prachtvolle Tempel, die traditionellen Fischerboote und der bunte Markt verzauberten mich. Es gab so viel zu entdecken und zu probieren. Dazu kam, dass man nach Hanoi und anderen Städten, die ich schon kannte, Hoi An wie eine Ruheoase wirkt. Keine Autos in der Altstadt, kaum Mofas und fast kein Gehupe. Die Lampions brennen noch nicht einmal und die Erwartungen sind schon erfühlt. Unser Reiseleiter fütterte uns weiterhin mit allen möglichen Informationen, half uns beim Verhandeln und zauberte hier und da mal unerwartet eine Köstlichkeit auf dem Markt aus dem Hut. Nachdem wir das Wichtigste gesehen haben und über die Geschichte der Stadt informiert wurden, blieb noch Zeit für eine eigene Entdeckungstour vor dem gemeinsamen Mittagessen in einem Restaurant.

Nach dem Essen ging es zurück ins Hotel, wo man die Qual der Wahl hatte: entweder am Pool zu relaxen oder zum Strand zu fahren. Für weitere Shoppingtouren war es am Mittag zu heiß. Ich entschloss mich, mit der Hälfte der gruppe ans Meer zu fahren. Der Strand soll wunderschön sein! Gesagt getan und nur 20 min später stand ich mit den Füssen im Meer. Der Strand, ist schön aber nichts Überwältigendes. Feiner Sand, genügend liegen im Schatten Sport-, Essens- und Trinkangebote sowie die üblichen Shops. Was ich aber betonen möchte ist die Sauberkeit von Strand und Meer. Es lagen/schwammen keine Flaschen, Plastiktüten oder Sonstiges umher. Nein, das Wasser war klar, der Einstieg flach und alle 100 m war sogar ein besetzter Rettungsturm. Gegen 18 Uhr kam dann auch noch mal richtig leben ans Meer – die Schulen sind aus und die Sonne nicht für vietnamesische Verhältnisse nicht mehr so stark, sodass die Einheimischen kamen. Ja, kaum zu glauben, aber die Asiaten mögen keine Sonnenbräune. Für uns wurde es Zeit die Rückfahrt anzutreten. Das Abendessen steht bereit und vor allem die Altstadt bei Nacht.

Nach dem Frühstück ging es sofort raus auf die Straßen. Schon nach der ersten Kreuzung konnte man ahnen, was einen erwartet. Die Straßen bis zur Stadt waren voll mit mobilen Ständen. Allerlei Handwerkskunst wurde angeboten und die Garküchen dampften einladend. Die gesamte Stadt war in bunten Farben eingetaucht. An Strommästen, Bäumen und Säulen hingen die Lampions. Die Stadt war voll von Menschen, sodass man in den Strom eintauchte und die Atmosphäre genoss. Was tagsüber einem wie ein idyllisches, ruhiges und großes Dorf vorkam, war nun eine lebendige Stadt. Kneipen und Restaurants reihten sich mit kleinen Boutiquen am Bordstein ein und auch aus unserer Gruppe nutze man die Gelegenheit sich Kleider, Hemden oder sogar ganze Anzüge schneidern zu lassen. Nach Vermessung wurde das Eigendesignte zur Anprobe und Anpassung ins Hotel geliefert (dies hat auch einwandfrei funktioniert). Sogar handgemachte und maßgeschneiderte Sandalen oder Schuhe konnte man hier in Auftrag geben. Am Flussarm vor der Japanischen Brücke fuhren die kleinen Boote mit Touristen oder Hochzeitspaaren. Das Motiv muss dafür wohl sehr begehrt sein, mindestens 5 Paare habe ich gezählt. Es war fantastisch und sicherlich nicht mein letzter Besuch in dieser Stadt. Hoi An, wir sehen uns wieder, du hast mich tief beeindruckt!

Tag 5:

Hallo Reisefreunde!

Heute besuchen wir Miss Saigon bei Tag. Ob sie wohl genauso schön und aufregend ist wie bei Nacht? Ein klares „ja“! Das Getümmel auf den Straßen ist noch heftiger: Kleine LKWs, Autos und unzählige Roller fließen ohne Ordnung durch die Straßen. Als Europäer ist man immer erstaunt, dass nichts passiert. Aber die Vietnamesen sind rücksichtsvoll und geduldig, sobald an einem Knotenpunkt alles zusammenläuft. Auf unserem Plan stehen die Kathedrale, das Postamt, das Rathaus und das Theater, bevor wir zum Abschluss die Markthallen im Stadtzentrum besuchen. Die schönen alten Gebäude zeigen deutlich die Spuren der Franzosen. Ein wenig Mademoiselle steckt wohl auch in der schönen Miss. Aber nur alte Gebäude lassen noch das Alter der Stadt erahnen – eine Altstadt sucht man hier vergebens. Aber der Kontrast zwischen Moderne und Historie versprüht auch seinen Reiz in jeder Strasse.

Die Kathedrale steht direkt gegenüber dem Postamt. Es ist zu empfehlen, Schultern und Knien bedeckt zu haben, wenn man sie von innen sehen möchte. Ein Wächter sortiert gnadenlos am Tor aus. Das Postamt ist wunderschön und im Vorraum findet man alte Telefonzellen mit Schildern der wichtigsten Metropolen über der Tür. Ein sehr beliebtes Fotomotiv für Touristen. Weiter hinten befinden sich die Schalter – die Post ist hier immer noch zu Hause. Das macht den Ort noch lebendiger. Wenn man Glück hat und genau hinschaut, findet man alte Herren, die fleißig Briefe für andere Personen schreiben. Die Kunden wünschen entweder eine Übersetzung oder sie leiden an Analphabetismus. Ich finde es in beiden Fällen richtig toll! Und es zeigt mir, das im Zeitalter der E-Mail die Post noch lebt. Weiter geht es zum Rathaus und zum Theater. Alles leicht zu Fuß erreichbar. Auch hier erwarten uns imposante Bauwerke. Auf dem Weg kommt man an allerlei Geschäften vorbei, auffällig sind die ganzen Designer-Shops. Hier ist alles vertreten, was Rang und Namen hat: Chanel, Prada, Cucci, Louis Vuitton und Louboutin sind nur einige der vielen Marken, die jedes Frauenherz höher schlagen lassen. Ich hätte lieber eine Karte für ein Theaterstück, denn wenn die Aufführung nur halb so schön ist wie das Schauspielhaus, würde es ein toller Abend werden. Doch dafür bleibt keine Zeit – Siem Reap erwartet uns heute Abend und Angkor ist mein persönliches Highlight dieser Reise! Der Bus sammelt uns vor dem Theater ein und es geht tiefer mit dem Strom Richtung Markthallen.

Der Markt platzt aus allen Nähten und wächst wohl ununterbrochen, denn bei meinem ersten Besuch gab es nur eine Halle, die unzählige Stände beherbergte. Jetzt säumen auch weitere Stände die Straßen um die Halle herum. Hier gibt es alles zu kaufen: Souvenirs, Kleidung, Spielzeug, Haushaltsware, Gewürze, Obst & Gemüse, Fleisch und was auch immer man sucht. Der Markt ist gut besucht von Touristen und Einheimischen. Das liegt wohl auch an den vielen Garküchen in einem Teil der Halle. Schade, dass unsere Ärztin nicht bei mir ist, denn das ein oder andere hätte ich mir gern gegönnt. Aber ohne sie traue ich mich dann doch nicht, denn ich möchte auf keinen Fall die Tempelanlage in Angkor verpassen. Ich schlenderte mit großen Augen durch die engen Gassen der Stände und kaufte ein paar Mitbringsel und vor allem Gewürze. Die Zeit verflog und der Abschied naht – in diesem sinne auf bald Miss Saigon, wir werden uns sicher wiedersehen!

Zurück im Bus nahmen wir Kurs Richtung Flughafen – einchecken, Platz nehmen, abheben und eine Stunde später nahm uns schon eine neue Reiseleitung in Empfang. Mr. Savy erklärte uns in sehr gutem Deutsch, was uns erwartet. Er hatte lange in Mecklenburg-Vorpommern gelebt und sein Deutsch ist jetzt sein Kapital. Heute stand noch ein Abendessen mit einer traditionellen Tanzaufführung auf dem Programm. Wer Lust hatte, konnte noch den Nachtmarkt und das Kneipenviertel besichtigen. Beides kannte ich schon, sodass ich lieber den Pool im Hotel genoß, um Kräfte für das große Finale zu sparen. Aber jedem, der zum ersten Mal da ist, kann ich beides herzlichst empfehlen! Das Essen war sehr lecker und die Tänze, nicht nur durch die Kostüme, etwas ganz besonderes. Jeder Tanz erzählt eine Geschichte und jede Bewegung hat ihre Bedeutung. Es war eine exzellente Unterhaltung, während zu jedem Gang ein neuer Tanz vollführt wurde. Gesättigt ging es zurück ins Hotel und mit großer Vorfreude ins Bett. Morgens ist es wieder soweit – die Tempel im Dschungel stehen auf dem Programm. Endlich ein Wiedersehen mit einem der schönsten Flecken der Welt. Mein erster Besuch hat mich zutiefst beeindruckt und das macht Angkor mit jedem und das auch immer wieder!

Tag 6/7:

Hallo Reisefreunde,

heute ist der letzte Tag unserer Gruppenreise und das Beste kommt zum Schluss, sagt man ja gern. Für mich ist es auf jeden Fall ein Highlight! Früh morgens ging es los in Richtung der Tempel von Angkor. Leider haben wir nur wenig Zeit, da heute auch unser Rückflug nach Deutschland ist. Deshalb haben wir uns entschlossen nur die Tempel Angkor Wat, Ta Prohm und Bayon zu Besuchen. Ich könnte mich hier wochenlang aufhalten. Das muss man wahrscheinlich auch, wenn man alle 1000 Tempel und Heiligtümer finden möchte. Noch immer sind viele im Dickicht versteckt, die schönsten wurden schon freigelegt und restauriert. Ich hoffe, dieser schöne Fleck bleibt uns noch ewig erhalten.

Der erste Tempel ist Angkor Wat, die zweitgrößte Tempelanlage auf dem Aerial. Schon von Weitem beeindruckt einen die Größe des Tempels, der komplett von einem Wassergraben umrandet ist. Über eine massive Steinbrücke gelangten wir durch das West-Tor in das Innere der Tempelanlage. Wie beliebt dieses Reiseziel ist, merkt man auch schnell an den vielen Touristen, die sich über die große Anlage verteilen. Aber auch viele Einheimische findet man, die in kleinen Räumen Opfergaben spenden oder sich von den buddhistischen Mönchen segnen lassen. Ein schönes Bild bietet sich, wenn man solche Räume erblickt. Mitten in der Ruine stehen goldene Statuen und Räucherstäbchen und verteilen ihren typischen Geruch. Das gibt dem mystischen Gefühl noch mal einen besonderen Kick. Es fühlt sich auch keiner gestört, wenn man still die Zeremonie beobachtet oder fotografiert. Man kann sich auch selbst von einem Mönch segnen lassen, wenn man möchte. Die Tempelmauern sind mit schönen Fresken verziert, die Geschichten aus der Zeit der Entstehung erzählen. Man kann nur ahnen wie viele Menschen und Elefanten nötig waren, um diesen Tempel zu errichten. Gewiss ist nur, dass die Maurer und Bildhauer wahre Meister waren. Wir verlassen den Tempel über den Ost-Eingang, wo auch schon der Bus auf uns wartete.

Nächster Stop ist der Ta Prohm Tempel. Er gehört mit dem Bayon Tempel zu meinen persönlichen Favoriten. Der Ta Prohm Tempel ist im Vergleich zu Angkor Wat eher klein, jedoch erobert sich die Natur den Tempel langsam zurück, wodurch er seine Berühmtheit erlangt hat. Riesige dicke Wurzeln ziehen sich durch das Gemäuer der Ruine. An manchen Stellen sieht es aus, als ob die Wurzeln ein Spinnennetz über die Mauern und Eingänge gezogen haben. Der Tempel ist auch recht verfallen und teilweise gesperrt. Hier steht auch der berühmteste und meinst fotografiertest Baum der Welt, erklärt uns unser Reiseführer Savy. Leider ist er von Parasiten befallen und stirbt langsam ab. Herr Savy meint, dass er wohl in 2 Jahren abgestorben ist. Auch andere riesige Bäume müssen leider nach und nach entfernt werden. Schade, aber Konservierung hat halt seinen Preis. Ich bin froh den Tempel noch einmal in seiner alten Pracht gesehen zu haben, obwohl mir auch schon auffällt, dass doch früher mal mehr Bäume den Tempel verzierten. Die Zeit drängt, weiter geht es zum Bayon Tempel, der zur Anlage Angkor Thom gehört.

Angkor Thom ist die größte Tempelanlage und beherbergt mehr 14 Tempel und Bauten, aber der wohl bekannteste ist der Bayon Tempel mit seinen zahlreichen spitzen Gesichtstürmen. Wunderschön ist der Tempel und überall findet man schöne Fresken von Tänzern, Tieren oder Dämonen und jeder Turm hat vier Gesichter, die in die vier Himmelrichtungen starren. Ich lasse es mir nicht nehmen und steige trotz drückender Hitze die schmalen und engen Stufen bis zur höchsten Plattform des Tempels auf. Oben angekommen laufe ich die Runde und lass auch meinen Blick in die Ferne schweifen. Leider reicht es immer noch nicht, um über die Baumkronen zu schauen, so alt und riesig sind die Bäume auf dem Aerial. Aber bei meiner Runde entdecke ich das „lächelnde Gesicht“. Schon bei meinem ersten Besuch ist mir aufgefallen, dass dieses eine Gesicht ein breites Grinsen trägt. Was der Steinmetz sich wohl dabei gedacht hat? Die Zeit rennt und wir müssen los.

Wir verlassen Angkor Thom durch das große Stadttor. Vor dem Tor wird die Brücke von riesigen Steinstatuen bewacht, denn auch diese Anlage ist vom Wasser umgeben. Für einen Fotostopp ist noch Zeit. Dann geht es zum Mittagessen in ein Restaurant in der Stadt. Noch einmal lecker Vietnamesisch essen, bevor wir Abschied nehmen. Wir sitzen im Freien auf einer Terrasse in einem großen Garten. Das Restaurant hätte ich von der Strasse aus nie gesehen, geschweige denn gefunden. Aber das macht ja auch eine organisierte Gruppenreise aus: Man kann sich zurücklehnen und genießen und dabei profitiert man von aktuellen Tipps und Erfahrungen der einheimischen Agentur. Komfort pur! Nach dem Essen ging es noch mal ins Hotel – man möchte sich ja vorbereiten und frisch machen vor einem so langen Flug. Der Abschied fällt dann schon schwer, auch von der Reisegruppe, die wirklich toll war und man viel gemeinsam erlebt hat. Ich sage Danke an meine Mitreisende und auf Wiedersehen Vietnam & Kambodscha.

Ich bin mir sicher, ich komme wieder, denn das war doch nur die Spitze des Eisberges, von dem was das Land zu bieten habt. Freue mich schon auf die nächste Reise!

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